Die anhaltende Kältewelle sorgt in Italien weiterhin für chaotische Zustände. Am Montag wurden erneut Schneefälle in Abruzzen gemeldet.
Einige Autobahnabschnitte wurden gesperrt. In Rom blieben am Montag Schulen und Ämter geschlossen. Für Obdachlose wurden 2.000 Schlafplätze zur Verfügung gestellt. Allein am Wochenende sind 18 Menschen erfroren.
Am Sonntag wurden zwei Obdachlose in Ostia und in Lucca tot aufgefunden. Zwei Frauen erfroren in Rom bzw. Triest. Ein Mann erlitt einen Herzinfarkt, während er in der Provinz Avellino vor seiner Tür Schnee schaufelte. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Teramo und Chieti. Eine 91-jährige Frau starb in Triest, nachdem sie aufgrund starken Windes gestürzt war.
Wegen heftigen Schneefalls kam es in mehreren Teilen des Landes zu Stromausfällen. Mindestens 85.000 Menschen mussten in Mittel- und Süditalien ohne Elektrizität ausharren. In Bologna, Venedig, L'Aquila und in der Region Marche wurden Soldaten beim Schneeräumen eingesetzt. Besonders prekär war die Lage in den Abruzzen. Innenministerin Annamaria Cancellieri appellierte an die Italiener, auf das Auto zu verzichten und zu Hause zu bleiben.