Ein italienischer Bauunternehmer, der wegen seiner unverhohlenen Freude über das Erdbeben in den Abruzzen im April 2009 zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt war, ist wegen Korruptionsvorwürfen inhaftiert worden.
Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtete, steht der Geschäftsmann Francesco Piscicelli im Zusammenhang mit einer Ausschreibung für den Bau einer Polizeischule in Florenz unter Korruptionsverdacht.
Ermittler hatten ein Telefongespräch Piscicellis mit einem Kollegen über das Erdbeben vom April abgehört. Darin sagt der Unternehmer, seine guten Kontakte zur Regierung würden ihm lukrative Aufträge für den Wiederaufbau der betroffenen Region in L’Aquila verschaffen.
„Ich habe morgens um halb vier in meinem Bett gelacht“, sagte Piscicelli demnach über das Erdbeben, bei dem 300 Menschen ums Leben kamen.