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Artikel vom 19. September 2012
Die Wissenschaftlerin Karen King von der Harvard Divinity School berichtete bei einem Kongress für koptische Studien in Rom von der Auswertung eines offenbar alten koptischen Textes, in dem es einen Hinweis auf eine Ehefrau Christi gab, wie die Universitätszeitung „Harvard Gazette“ am Dienstag (Ortszeit) berichtete.
Der auf einem Stück Papyrus geschriebene Text in der Sprache der koptischen Christen in Ägypten lautet: „Jesus sagte zu ihnen: Meine Frau.“
„Die christliche Tradition hat lange Zeit die These aufrecht erhalten, dass Jesus nicht verheiratet war, obwohl es dafür keine verlässlichen historischen Beweise gibt“, sagte King dem Bericht zufolge. „Dieser neue Satz beweist nicht, dass Jesus verheiratet war, aber er zeigt uns, dass dieses Thema inmitten einer hitzigen Debatte um Sexualität und Heirat aufkam.“
Die Christen hätten seit jeher darüber gestritten, ob es besser sei zu heiraten oder nicht, wurde King zitiert. Aber erst mehr als ein Jahrhundert nach Jesus' Tod sei auf dessen Familienstand verwiesen worden.
Das Christentum habe stets nur die Stimmen weitergetragen, die meinten, Jesus sei niemals verheiratet gewesen. Dieser Text zeige nun, „dass einige Christen anders dachten“.
Das 3,8 mal 7,6 Zentimeter große, gelblich-braune Papyrus-Schriftstück sei nach Auffassung mehrerer Experten echt, sagte die Harvard-Wissenschaftlerin.
Für eine abschließende Beurteilung seien allerdings noch weitere Untersuchungen nötig, vor allem von der Zusammensetzung der Tinte.
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pjotr
20.09.2012 20:30
@Sternenstaub
Frag deinen alten Jesuiten, ober er dann auch davon ausgeht, Jesus habe Morde und Vergewaltigungen begangen, um "dem gesamten Spektrum menschlicher Erfahrungen" eines Verbrechers und den "wesentlichen, grundlegendsten Aspekten" des Daseins eines Mörders ausgesetzt gewesen zu sein.
Sternenstaub
20.09.2012 13:39
@pjotr
Seit mehr als 20 Jahren kenne ich persönlich einen Jesuiten.
Und zum Tema der Ehelosigkeit von Jesus sagte er mir folgendes:. ,Die symbolische
Bedeutung Jesu besteht darin, daß er als Gott dem gesamten
Spektrum menschlicher Erfahrungen ausgesetzt war Könnte
aber ein in Jesus fleischgewordener Gott wahrhaftig behaupten,
Mensch gewesen zu sein und das Spektrum an menschlichen
Erfahrungen in sich aufgenommen zu haben, ohne zwei der
grundlegendsten und elementarsten Aspekte der «conditio
humana« zu kennen, ohne sich mit zwei so wesentlichen
Aspekten dieses Daseins auseinanderzusetzen, nämlich dem
der Sexualität und der Vaterschaft.
pjotr
20.09.2012 11:12
Experten sprechen bei dem koptischen Text übrigens von einer Fälschung:
Link: http://www.kath.net/detail.php?id=38162
pjotr
20.09.2012 09:08
@Sternenstaub: Das jüdische Gesetz der Mischna wurde erst nach Christus festgesetzt. Somit kann es nicht schon vorher gegolten haben. Außerdem war auch der Heilige Paulus unverheiratet.
Ich finde es aber psychologisch interessant, dass du offenbar mit der Ehelosigkeit Christi ein Problem hast.
@hansmichl: Ist Jesus ein gewöhnlicher Mensch oder Gott?
hansmichl
19.09.2012 22:03
richtig "sternenstaub"
Jesus war ein Rabbiner und laut dem jüdischem gesetz darf nur ein verheireter Mann sich so bezeichnen.
Aber die Kirche hatte schon früher immer andere Ansichten.Sie präsentiert sich mit einem Jesus der eignedlich nichts mit ihnen gemeinsam hat.Oder glaubt ihr wirklich Jesus wäre vor einem Foltergerät (kreuz)niedergekniet ,hat gesagt: esst meinen Leib und trinkt mein Blut?Die Kirche ist nur eine Seckte wie viele Andere auch.Jesus Worte sind eine Lebenseinstellung sowie eine Lebenshilfe.Als die Kirche noch Macht hatte war dieß wohl die schlimmste Zeit für arme Menschen.(Hexenverbrennungen,Kindesmissbrauch,Verfolgung Andersdenkender ,usw.)Sie predigen Wasser und trinken Wein.
Jesus muß für mich nicht auferstanden sein ,daß ich trotdem an seine Ansichten glaube.Wir sind alle Gotteskinder egal wie braungebrannt wir sind,oder wie wir unseren Schöpfer heißen.
Sternenstaub
19.09.2012 18:11
Na und?
Was wäre schon dabei,wenn Jesus verheiratet gewesen wäre?
Die Ehe war nach jüdischem Brauch obligatorisch.
Ehelosigkeit wurde sogar streng verurteilt. Wäre er also
unverheiratet gewesen, wäre er vom jüdischen Volk sicher
nicht so angenommen worden, wie er es wurde, und dieser
Bruch in der jüdischen Tradition hätte zumindest in ein paar Evangelien erwähnt werden müssen. Dazu kommt, daß Jesus
von seinen Jüngern als Rabbi bezeichnet wurde. Und das
jüdische Gesetz der Mischna schreibt eindeutig vor, daß ein
unverheirateter Mann kein Rabbi sein darf.Die katholische Kirche hat jedenfalls einiges
darüber zu verbergen und reagiert sehr empfindlich auf dieses
Thema - wahrscheinlich werden Unterlagen darüber
geheimgehalten.
pjotr
19.09.2012 15:28
Kleine Rechenübung für die Redaktion:
Der Text ist ein koptischer Text. Die Kopten entstanden nach dem Konzil von Chalcedon im Jahr 451 n.Chr.
Etwa ein Jahrhundert nach Jesu Tod (ca. 33/44 n.Chr.) verwiesen die ersten Texte darauf, dass Christus nicht verheiratet war.
Welcher Text ist also älter und damit authentischer?
HubertT
19.09.2012 15:11
Do hobs obar woll wiederamol an Dünnschiss ogschriebn!
8 Kommentare