Das Doppelleben einiger homosexueller Priester in Rom sorgt für einen Eklat. Das italienische Nachrichtenmagazin „Panorama“ veröffentlichte am Freitag eine Reportage über einige Priester, die gefilmt wurden, während sie an nächtlichen Partys mit männlichen Escort-Anbietern teilnahmen.
„Die wilden Nächte der Homo-Priester“, heißt der Bericht mit expliziten Fotos, der auch im Vatikan Aufsehen erregt.
Drei Wochen lang war ein „Panorama“-Reporter mit einem homosexuellen Begleiter in der römischen Szene unterwegs, in der einzelne Priester laut Bericht bestens integriert seien.
In einer Presseaussendung drückte das römische Vikariat „Schmerz und Überraschung“ über den Bericht des Nachrichtenmagazins aus.
„Die Römer kennen ihre Priester gut und wissen, dass die absolute Mehrheit von ihnen ein Beispiel von Moralität darstellt“, hieß es darin.
„Das Ziel der Reportage ist klar: Für einen Eklat zu sorgen und die Priester zu diffamieren“, hieß es in der Stellungnahme von Kardinal Agostino Vallini, Vikar der Diözese Rom, weiter.
Das Vikariat bestritt nicht, dass einige Priester ein Doppelleben führen könnten. Es sei ein Anlegen der kirchlichen Behörden „mit Strenge gegen jedes Verhalten vorzugehen, das des Priesterlebens unwürdig ist“.
Man dürfe nicht zulassen, dass wegen des Verhaltens weniger Priester die Ehrenhaftigkeit aller anderen „beschmutzt“ werde.
apa
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