Werbung - Redaktion - Mittwoch, 16. Mai 2012
07. Februar 2012
© 2012 LaPresse
Chronik

Costa Concordia: Tausende zu Vorverhandlung am 3. März erwartet

Die mehr als 4.200 Passagiere und Besatzungsmitglieder, die sich an Bord des am 13. Jänner vor der toskanischen Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ befanden, sind von den italienischen Justizbehörden eingeladen worden, an der für 3. März geplanten Vorverhandlung im Verfahren über das Schiffsunglück teilzunehmen.

Der Termin findet in der toskanischen Stadt Grosseto statt, und zwar – wegen des erwarteten großen Andrangs – im Theater. An Bord der „Costa Concordia“ befanden sich 77 Österreicher.

Auf der Anklagebank werden Kapitän Francesco Schettino und Vizekapitän Ciro Ambrosio Platz nehmen.

Wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung drohen Schettino 15 Jahre Haft pro Todesopfer. Bisher wurden 17 Tote gefunden, weitere 15 Personen werden noch vermisst. Für Schiffbruch beträgt der Strafrahmen zehn Jahre Haft.

Dazu drohen Haftstrafen wegen der Passagiere, die an Bord angeblich sich selbst überlassen wurden.

Dies führe zum Ergebnis von mindestens 2.697 Jahren Haft, heißt es in den Dokumenten der Staatsanwälte von Grosseto, die die Verhaftung des unter Hausarrest stehenden Kapitäns verlangen.

Ein Gericht in Florenz will bis kommenden Donnerstag entscheiden, ob Schettino zurück in Untersuchungshaft soll.

Der Kapitän war am Tag nach dem Unglück festgenommen worden und hatte mehrere Tage im Gefängnis verbracht, bevor ihm Hausarrest gewährt wurde. 




Hier können Sie den Artikel bewerten
 
 
On-Tour Fotos zum den Archiv