Werbung - Redaktion - Mittwoch, 16. Mai 2012
06. Februar 2012
© 2012 LaPresse
Chronik

Ehepaar mit 350.000 Euro an Grenzübergang verhaftet

Ein italienischer Mann und seine ukrainische Frau sind von der italienischen Steuerpolizei am italo-österreichischen Grenzübergang von Tarvis wegen Geldwäsche festgenommen worden.

Kontrollen ergaben, dass das Paar nicht deklarierte 350.000 Euro nach Österreich bringen wollte.

Im Mercedes des Paares wurden mehrere versteckte 500-Euro-Banknoten gefunden. Außerdem fanden die Beamten an Bord des Autos mehrere Luxusuhren. Die beiden wurden angezeigt.

Das Ehepaar hatte den Behörden berichtet, es wollte in Österreich seinen Hochzeitstag feiern, berichtete die Polizei.

Die italienische Steuerpolizei hat an den Grenzübergängen die Kontrollen verschärft. Etwa elf Milliarden Euro sollen nach Schätzungen der Steuerpolizei 2011 illegal ins Ausland gebracht worden sein.

Im Oktober und November, den letzten Wochen der Amtszeit von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, erreichte die Kapitalflucht ein Rekordvolumen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Zwar hat es in den vergangenen zehn Jahren drei Amnestien für Italiens Kapitalflüchtlinge gegeben.

Diese hatten vorübergehend einen Rückfluss des Kapitals aus der Schweiz nach Italien zur Folge. Gestoppt wurde die Kapitalflucht damit nicht.

Auch Spürhunde, die versteckte Banknoten auftreiben können, werden am Grenzübergang eingesetzt. Sogar auf dem internationalen Mailänder Flughafen Malpensa wurden die Kontrollen punkto Kapitalflucht intensiviert.




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