Werbung - Redaktion - Mittwoch, 16. Mai 2012
08. Februar 2012
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Chronik

Jeder vierte Europäer von Armut bedroht

Die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in Europa ist leicht gestiegen.

Fast jeder vierte Europäer war 2010 durch Armut und soziale Ausgrenzung gefährdet, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte.

Demnach lebten in den 27 EU-Ländern mehr als 115 Millionen Menschen an der Armutsgrenze – etwa zwei Millionen Europäer mehr als 2009.

Besonders ernst ist die Lage in Bulgarien und Rumänien: In den ehemaligen Ostblockstaaten leben mehr als 40 Prozent der Menschen knapp oberhalb der Armutsgrenze.

Auch in Lettland (38 Prozent), Litauen (33 Prozent) und Ungarn (30  Prozent) ist die Lage schlimm.

In Deutschland sind 19,7 Prozent armutsgefährdet – in Italien 24,7 Prozent

In Tschechien sind es dagegen nur 14 Prozent. In Schweden und in den Niederlanden sind es je 15 Prozent.

Deutschland kommt auf eine Quote von 19,7 Prozent. In Italien liegt der Prozentsatz der armutsgefährdeten Bevölkerung bei 24,7 Prozent. In Österreich, Finnland  und Luxemburg liegt der Prozentsatz bei 17 Prozent.

Kinder besonders stark von Armut gefährdet

Nach Angaben von Eurostat sind Kinder besonders stark von Armut bedroht (27 Prozent).

Nach Definition der Statistiker ist von Armut bedroht, wer weniger als 60 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat.

Soziale Ausgrenzung bedeutet, dass Menschen vom gesellschaftlichen Leben weitestgehend ausgeschlossen sind und keinen akzeptablen Lebensstandard mehr haben.

stol/dpa




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