Werbung - Redaktion - Mittwoch, 16. Mai 2012
19. Januar 2011
Karima El Mahrohug/Ruby © 2011 Karima El Mahrohug/Ruby Karima El Mahrohug/Ruby © 2011 APA/Reuters Karima El Mahrohug/Ruby
Chronik

Jetzt spricht Ruby: „Mit neun Jahren von zwei Onkel vergewaltigt“

Seit Tagen ist sie in den Schlagzeilen: Karima El Mahrohug, besser bekannt als Ruby. Regierungschef Silvio Berlusconi steht unter Verdacht mit der gebürtigen Marokkanerin Sex gehabt zu haben, als sie noch minderjährig war. Jetzt spricht sie.

In der TV-Sendung „Kalispera“ nahm sie zwar nicht zu den aktuellen Vorwürfen und Skandalberichten Stellung. Sie erzählte jedoch ihre traurige Kindheitsgeschichte, die sie angeblich dazu veranlasste, ein „Parallelleben“ aufzubauen.

„Ich bin im Alter von neun Jahren von zwei Onkel, Brüder meines Vater, vergewaltigt worden“, erzählte Ruby.

Ihre Mutter sei die Einzige gewesen, der sie sich anvertraut hätte. Diese soll sie jedoch zum Stillhalten angeregt haben.

„Sie meinte: Erzähl nichts. Wenn dein Väter erfährt, dass du keine Jungfrau mehr bist, bringt er dich um“, zitierte Ruby ihre Mutter.

Mit zwölf Jahren habe sie die Handgreiflichkeiten des Vaters zu spüren bekommen.

„Ich habe damals beschlossen die Religion zu wechseln. Mein Vater ging mit einer Pfanne, in der sich kochendes Öl befand, auf mich los. Die Folgen sind heute noch auf meinem Kopf und auf einer Schulter zu sehen“, so Ruby.

"Habe Berlusconi nicht erpresst"

Sie versicherte im TV-Interview außerdem, dass sie niemals Berlusconi erpresst habe, wie aus dem Dossier der Mailänder Staatsanwälte hervorgeht. Sie dementierte entschieden, vom Premierminister fünf Millionen Euro für ihr Schweigen über ihre Beziehung zu ihm verlangt zu haben.

Sie bestritt auch, dass sie eine Prostituierte sei, wie Abhörprotokolle der Mailänder Ermittler nahelegen. Diese werden seit Tagen von italienischen Zeitungen abgedruckt.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte etwa ein Jahr lang vor allem die jungen Frauen abgehört, die bei dem Ministerpräsidenten zu Gast waren. Berlusconi hatte am Wochenende betont, dass er nie für eine Frau gezahlt habe.

joi/apa




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