Werbung - Redaktion - Mittwoch, 16. Mai 2012
08. Februar 2012
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Chronik

Kälte: In Italien leere Supermarktregale und Probleme mit Gas

Schnee und Kälte haben in Italien zu einem Einsatz der Armee in den Abruzzen und in der Emilia Romagna geführt.

Sie sollten eingeschneiten Berggemeinden zu Hilfe eilen. Weitere Schneefälle sind laut den Wetterexperten in den nächsten Tagen zu erwarten.

Vor allem Rom befürchtet weitere Niederschläge. Zuletzt hatte der Schnee den Verkehr in der Hauptstadt am vergangenen Freitag und Samstag zum Erliegen gebracht.

Unterdessen sind in Italien in den vergangenen Tagen 40 Menschenleben an den Folgen der Kälte gestorben – allein 18 in den vergangenen 48 Stunden.

Zwei Pensionisten, die den Schnee vor ihren Wohnungen in der Region Marken schaufelten, erlagen einem Herzinfarkt.

Gas wird knapp

Inzwischen kam es zu Problemen bei der Gasversorgung. Laut Gasnetzbetreiber Snam Rete Gas wurde diese Woche das Rekordvolumen von knapp 461 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag konsumiert.

Um die Versorgung der Privathaushalte sicherzustellen, müssen rund 2.000 Unternehmen ihren Verbrauch einschränken.

Energieversorger dürfen während des Notstands zur Stromproduktion Öl verwenden.

Die Versorgung einiger Industriekunden mit Gas wurde bereits zeitweise eingestellt, was gravierende technische Probleme und auch Pannen bei den Maschinen bewirkte.

Mindestens tausend Klein- und Mittelbetriebe der Zulieferindustrie waren von den Versorgungsengpässen betroffen.

Versorgung mit Lebensmitteln stockt

Auch bei der Lebensmittelversorgung kam es zu erheblichen Schwierigkeiten.

Seit Beginn der Kältewelle Anfang des Monats mussten 100.000 Tonnen verderblicher Waren vernichtet werden, weil sie nicht rechtzeitig geliefert werden konnten.

Mehrere Supermärkte konnten kein Obst und Gemüse anbieten, warnte der Landwirtschaftsverband Coldiretti.

apa




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