Donnerstag, 02. September 2010
28. Juli 2010
© 2010 APA/EPA
Chronik

Rom sucht nach Privatsponsoren für die Restaurierung des Kolosseums

Rom startet eine internationale Ausschreibung für eines der größten Restaurierungsprojekte der Welt.

Die Gemeinde sucht nach Sponsoren, die insgesamt 25 Millionen Euro für die Restaurierung des Kolosseums auf den Tisch legen wollen, teilten der italienische Kulturminister Sandro Bondi und der römische Bürgermeister Gianni Alemanno bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Rom mit.

„Zum ersten Mal wird in Italien eine internationale Ausschreibung gestartet, mit der wir eine italienische oder ausländische Gesellschaft bzw. Einrichtung suchen, die eines der bekanntesten Monumente der Welt sponsern will“, betonte Minister Bondi.

In den nächsten Tagen sollen in internationalen Zeitungen die genauen Bedingungen veröffentlicht werden.

„Für Rom bedeutet dieses Projekt eine epochale Wende. Erstmals wird das wichtigste Monument ohne öffentliche Gelder, sondern nur mit Privatsponsoren finanziert. Dieses System wird auf internationaler Ebene zum Vorbild werden. Wir rechnen damit, dass die Restaurierungsarbeiten im kommenden Jahr beginnen“, erklärte Bürgermeister Alemanno.

Das gesamte Gelände um das Kolosseum soll einer Sanierung unterzogen werden.

Smog und schwere Niederschläge belasten Roms Wahrzeichen. Besonders für die oberen Stockwerke besteht Gefahr: Zwar hält sich das Amphitheater derzeit noch ganz gut, aber die oberen Teile müssten dringend restauriert werden, warnen Experten. Im Mai waren vom antiken Amphitheater mehrere Stücke Kalkputz abgebrochen.

Das Kolosseum ist eines der meistbesuchten Monumente der Welt

Das Kolosseum, das bekannteste Wahrzeichen Italiens, wurde 80 n. Chr. als größtes Amphitheater der damaligen Welt unter Kaiser Titus eingeweiht. Die Eröffnungsfeier mit Gladiatoren- und Tierkämpfen dauerte 100 Tage.

3,5 Millionen Besucher besichtigen jährlich das Kolosseum. Damit ist das Amphitheater eines der meistbesuchten Monumente der Welt. 32,2 Millionen Euro bescherten die Eintrittskarten für das Kolosseum den öffentlichen Kassen im vergangenen Jahr, das sind 8,5 Prozent mehr als 2008.

apa

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