Werbung - Redaktion - Montag, 21. Mai 2012
10. März 2010
Die Fakultät für Solzial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Innsbruck - Fotoquelle: TT © 2010 Die Fakultät für Solzial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Innsbruck - Fotoquelle: TT Die Fakultät für Solzial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Innsbruck - Fotoquelle: TT © 2010 Die Fakultät für Solzial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Innsbruck - Fotoquelle: TT
Chronik

Uni Innsbruck: Gelehrtenstreit um Verschwörungstheorie nach Erdbeben in Haiti

An der Innsbrucker Universität ist ein Gelehrtenstreit entbrannt: Nachdem die Innsbrucker Politologin Claudia von Werlhof in einem Interview die These, das Erdbeben in Haiti sei von den USA künstlich ausgelöst worden, in den Raum gestellt hatte, sprach Institutsleiter Ferdinand Karlhofer von einem „Schaden“ für die Forschungseinrichtung.

„Derartige Aussagen entbehren jeglicher wissenschaftlicher Grundlage“, sagte er gegenüber der APA und bestätigte einen entsprechenden Bericht von ORF Radio Tirol.

Karlhofer ortete aufgrund dieses Vorfalls jedoch „keinen Konflikt“ am Institut. „Mein Verhältnis zu Frau Prof. Werlhof ist ganz normal“, betonte der Institutsleiter. Die Aussage über das Erdbeben in Haiti sei aber für den Ruf des Instituts keinesfalls förderlich gewesen. Werlhof war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Werlhof hatte in einem Interview mit dem „Standard“ Mitte Februar zur Diskussion gestellt, das Erdbeben in Haiti könnte „künstlich produziert“ gewesen sein. Im Projekt HAARP (US-Forschungseinrichtung nordöstlich von Gakona in Alaska, Anm.) seien Maschinen hergestellt worden, die künstliche Erdbeben hervorrufen würden.

„Sie werden benutzt, um Erdölreserven aufzuspüren, wie es sie auch zwischen Haiti und Kuba geben soll. Das Beben in Haiti könnte maschinell erzeugt worden sein, um die US-Besetzung des Landes zu ermöglichen“, erklärte Werlhof.

Nach der Kritik seitens des Institutsleiters hatte sich Werlhof in einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Darin kritisierte sie den Institutsleiter und betonte, dass sie „persönlich und keineswegs im Namen des Instituts ein Interview“ gegeben habe: Daher könne sie dem Institut auch keinen Schaden zugefügt haben.

Außerdem stellte sie die Frage in den Raum, ob das „Wissenschaftsverständnis des Instituts“ von „politischen Interessen geleitet“ sei. „Wieso liegt Herrn K. soviel daran, dass aus dem Institut heraus, dessen Leiter er ist, keine Verdächtigungen gegenüber der US-Regierung ausgesprochen werden, selbst wenn sie wissenschaftlich begründet sind“, fragte Werlhof in dem Brief.

apa




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