1650 Notrufe innerhalb von drei Stunden, also neun Anrufe pro Minute, sind bei schweren Unwettern Mitte Juli im Nordtiroler Inntal bei der Landesleitstelle eingegangen.
Im Zeitraum von zwölf Stunden wurden 689 Feuerwehr- und 80 Rettungseinsätze koordiniert, teilte die Leitstelle am Freitag in einer Aussendung mit.
Auch sechs Alpineinsätze wurden am Samstagnachmittag, 17. Juli, durchgeführt.
Von den 1650 Notrufen kamen 1490 aus dem Raum Innsbruck, hieß es. Auch der Großteil der Einsätze (366) bezog sich auf den Bezirk Innsbruck-Stadt, gefolgt von 120 im Bezirk Innsbruck-Land und 115 im Bezirk Kufstein.
Für die Betroffenen waren am Unwetter-Samstag 120 Notrufleitungen geöffnet.
Innerhalb von zwei Stunden hatten Hagelkörner mit rund zwei Zentimeter Durchmesser die Abflüsse verstopft. Die nachfolgenden Gewitter setzten die Innsbrucker Altstadt zeitweise einen halben Meter unter Wasser, die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen.
Einen Tag später wurden die zum Teil massiven Schäden an landwirtschaftlichen Flächen mit mehr als 1,8 Millionen Euro beziffert. Betroffen waren vor allem Gemüse, Glashäuser, Grünland und Obst. Das Schadensgebiet erstreckt sich von Innsbruck bis Kitzbühel.
apa
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