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Artikel vom 10. August 2012

Verschulden für den Urlaub

Viele Italiener wollen trotz leerer Brieftasche nicht auf den langersehnten Urlaub verzichten. So wenden sie sich immer häufiger an Finanzgesellschaften, um Kleinkredite zur Finanzierung der Ferien zu erhalten. Im ersten Halbjahr 2012 haben Banken und Finanzgesellschaften den Italienern 24 Mio. Euro für Reisen und Urlaub gewährt.

Rimini Strand

Den Urlaub wollen sich die Italiener nicht nehmen lassen und nehmen dafür sogar Kredite auf. - Foto: shutterstock

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Das sind 40 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011, geht aus einer Analyse der Finanzgruppe Prestiti.it hervor.

Pro Kopf wurden Finanzierungen in Höhe von 4.100 Euro gestattet. 38 Jahre ist das Durchschnittsalter der Personen, die einen Kleinkredit für den Urlaub aufnahmen. 66 Prozent der Kreditaufnehmer sind Männer.

Als Garantie werden Lohnzettel hinterlegt, die durchschnittlich 1300 Euro betragen, ergab die Studie. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Italiener bei der Aufnahme von Kleinkrediten allerdings umsichtiger geworden. Die Rückgabe erfolgt mit einer Monatsrate von etwa 120 Euro.

Mariä Himmelfahrt: Viele bleiben daheim

Nicht alle Italiener in finanziellen Schwierigkeiten wollen sich für einen Urlaub verschulden. So bleiben viele auch rund um den "Ferragosto", Höhepunkt der touristischen Saison in Italien, zu Hause.

Im wichtigsten Ferienmonat August werden nahezu ein Drittel Italiener weniger als im Vorjahr in Urlaub fahren, geht aus Prognosen des nationalen Hotelverbands Federalberghi hervor.

Dieser starke Rückgang habe bereits im Juni eingesetzt und werde sich auch im September zeigen.

Der Umsatzeinbruch werde insgesamt bei mehr als einem Fünftel liegen, wobei dies für eine Branche gelte, die als erste zu einem wirtschaftlichen Aufschwung im Land beitragen sollte, so Federalberghi.

Mehr Bankeninsolvenzen

Nicht nur urlaubshungrige Italiener geraten in den Würgegriff der Krise. Die Zahl der Bankeninsolvenzen italienischer Unternehmen sind im Mai auf 84 Mrd. Euro geklettert. Das sind 10,1 Mrd. Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2011.

Die schwierige Situation vieler Unternehmen bewegt mehrere italienische Banken dazu, den Geldhahn der Kredite zuzudrehen. So wurde im Mai bei der Kreditvergabe ein Rückgang von 2 Prozent auf 20,25 Mrd. Euro verbucht. 

apa

withoutatrac3

11.08.2012 11:00

Hallo sigutech,

fakt ist, der, der arbeitet wird noch mehr ausgequetscht.

meine eltern sind wie gesagt selbstständig, und sie machen ihre arbeit sehr gut und haben einen sehr guten umsatz.

ich weis ja nicht, was Sie arbeiten, aber als selbstständiger wird der wille selbstständig zu sein hier in italien zunichte gemacht. grund dafür sind drakonische strafen für lächerliche versäumnisse, die man im stress mal vergessen hat (dass die bürokratie einen in italien nahezu erdrückt ist ja jedem bekannt).

dazu kommt, dass man mehr an den staat abdrücken muss, als man selbst einstecken kann und dabei auch noch die spesen decken muss.

so rosig wie sie es hier schildern ist es einfach nicht und besonders nicht hier bei uns mit italien! die svp macht den rest

sigutech

10.08.2012 18:21

hallo Kielratte,
wenn jemand wirklich "Tag und Nacht" mit 2 Jobs arbeitet und dann nicht über die Runden kommt, da ist etwas faul - ich kenne jedenfalls niemand.
Und bitte hört mal auf die Löhne von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu vergleichen. Alle beide machen ihren Job. Und wenn jemand als Arbeitnehmer glaubt er werde ungerecht behandelt, dann soll er sich selbständig machen. Das selbe gilt auch für "jammernde" Arbeitgeber. Bin mir sicher dass dann die meisten wieder mit Ihrem alten Job zufrieden sind.
Richtig ist, dass viele über Ihre Verhältnisse leben um mit der Gesellschaft "mithalten" zu können, das ist aber eine andere Geschichte.

LINO

10.08.2012 16:53

@miprat, wenn Du der Meinung bist , dass die Leute gar nichts mehr lernen müssen...., na dann bist Du ja scheinbar auch "ausgelernt".
Toll.
Dann bist Du scheinbar weltweit der einzigste der das von sich behaupten kann.
Einzigartig.
Allerdings dasselbe von anderen zu behaupten..
.. das ist dann aber schon "ausgeleiert"....

hubendubel1

10.08.2012 14:21

Bin ganz deiner Meinung "miprat". Die meisten Leute denen es a "pissl" besser geht die haben
es mit harter Arbeit verdien. Nund diese für den momentanen Wirtschaftsstand verantwortlich
zu machen ist zu leicht. Die ganzen "Schmarotzer" kosten der ganzen Gesellschaft an haufen Geld welches wirklich
besser verwendet werden könnte.

kielratte

10.08.2012 14:13

miprant: du hast offensichtlich den Ar*** voll Geld und arbeitest wahrscheinlich in der Tourismusbranche... und das ist mir auch relativ egal... Deine spruch, wer mehr will soll mehr arbeiten ist aber schon total deplaziert und zeugt von deiner Realitätsferne!! Es gibt genügend leute, die 2 Jobs nachgehen müssen um über die Runden zu kommen, es gibt leute die im wahrsten sinne des Wortes, Tag und Nacht 7 Tage die Woche schuften und da reichts auch nicht weit... der Chef zahlt unsummen für seinen Angestellten und der hat am Monatende eine nahezu lächerliche Zahl auf seinem Lohnstreifen stehen.

Falls du irgendwelche Angestellten hast, würde mich interessieren, was du denen Bezahlst und ob die womöglich auch zu wenig arbeiten, in deinen Augen... und dann vergleichen wir das mal mit dem, was du arbeitest und was dir am Ende übrig bleibt!! Dann wirst du schnell sehen, dass da was nicht mit rechten dingen zugeht, aber dir ist das egal, weil du ja reichlich hast. Trift meine Theorie nur ansatzweise zu, ist das schlichtweg total ungerecht und asozial!!

miprant

10.08.2012 13:09

Die Leute müssen gar nichts lernen. Seien wir froh, dass trotzdem noch viele Italiener nach Südtirol in den Urlaub fahren und Ihr Geld (ob geliehen oder nicht) dort ausgeben. Was wäre denn Südtirol ohne den tourismus? Ein Bergdorf, wo jemand wie "Sakrihittn" nicht mal einen Internetanschluss, geschweige denn einen Computer hätte.
Zudem muss man nicht ständig fordern, dass man jenen die mehr haben ständig was nehmen soll. Wir sind nicht im Kommunismus und wer meint, er habe zu wenig, solle einfach etwas mehr arbeiten.

Sakrihittn

10.08.2012 12:14

Tja wenn man auf nichts verzichten will muss man in den sauren Apfel beissen...die Leute müssen einfach noch mehr lernen auf Dinge zu verzichten die man sich nicht Leisten kann, dann reguliert sich auch der Markt wieder von alleine. Darlehen, Beiträge usw. ziehen das Problem nur hinaus und viele verdienen sich blöd und deppert weil sich die Leute immer an den anderen messen wollen und von den Medien zu viel beinflussen lassen. Es gibt nur diesen Weg, oder der Lohn steigt, oder die Preisse fallen, oder die Wirtschaft schrumpft dahin. In allen Fällen müssen diejenigen die bis jetzt zuviel eingesteckt haben zurückschrauben.

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