Fast sechs Wochen nach dem Kentern der „Costa Concordia“ haben Taucher vier Leichen im überfluteten Teil des Kreuzfahrtschiffes gefunden.
Sie wurden nacheinander geborgen, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
Die vier Toten, darunter ein Kind, waren nach Angaben des Krisenstabes auf Giglio am Mittwoch auf dem vierten Deck des Schiffes gesichtet worden.
Die „Costa Concordia“ verunglückte am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg nun auf 21; elf Menschen werden noch vermisst.
Nach einer Überprüfung der Aussagen von Überlebenden der Havarie über den möglichen Verbleib von Vermissten waren Taucher nach längerer Pause gezielt wieder auf die Suche in dem Wrack gegangen.
Unter den Toten ist auch die fünfjährige Dayana Arlotti aus Rimini, deren Schicksal in Italien viel Anteilnahme gefunden hatte.
Sie war zusammen mit ihrem kranken Vater Williams auf der Kreuzfahrt. Dieser ist unter den Vermissten. Ansonsten wurde über die Identität der jetzt entdeckten Leichen zunächst nichts bekannt.
Sie wurden nach Grosseto in ein Leichenschauhaus gebracht. Vor drei Wochen war das bisher letzte Opfer der Havarie identifiziert worden.
Gegen Kapitän Francesco Schettino (52) wird seit dem Unfall wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt. Schettino ist unter Hausarrest.