Werbung - Redaktion - Donnerstag, 17. Mai 2012
07. Februar 2012
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Chronik

Zahl der Kältetoten in Europa steigt

Europa zittert weiter in klirrender Kälte: Die Nacht zum Dienstag hat Temperaturen um die minus 25 Grad gebracht. Die Zahl der Kältetoten steigt.

In Italien sind seit Freitag 30 Personen in Folge der Kältewelle ums Leben gekommen.

In der Ukraine gab es sogar 135 Kältetote. In der Nacht zu Dienstag erfroren in Polen weitere sechs Menschen.

In Tschechien fanden Polizisten in einer Prager Kleingartenkolonie am Dienstag die Leiche eines 44 Jahre alten Obdachlosen. Die tiefste Temperatur wurde dort zuletzt mit minus 24,8 Grad in Sindelova (Schindlwald) im westlichen Erzgebirge gemessen.

In Rumänien sind in der Nacht zu Dienstag ebenfalls zwei Menschen an der Kälte gestorben. Wichtige Fernstraßen sind gesperrt, Tausende Schulen geschlossen.

Mindestens 130 Ortschaften blieben ohne Strom. In Ungarn starben in den vergangenen 24 Stunden vier Menschen in der Kälte.

Die meisten Regionen auf dem westlichen Balkan sind nach einem Schneesturm mit einer frischen Lage Schnee überdeckt, der vielerorts den Verkehr zum Erliegen brachte und die Stromversorgung unterbrochen hat.

Auf der griechischen Insel Symi wurde nach schweren Regenfällen eine Frau aus Großbritannien von den Wassermassen erfasst und ertrank.

Auch in Litauen überlebten zwei Menschen den Frost in der Nacht nicht. Am Wochenende hatten die Temperaturen im Baltikum noch minus 30 Grad und kälter betragen.

In Belgrad wurde eine Frau von einem vier Kilogramm schweren Eiszapfen erschlagen, der von einem zwölfstöckigen Gebäude auf den Gehweg herunterkrachte.

Die Kältewelle erreichte auch Nordafrika: In Algerien starben in den vergangenen Tagen 25 Menschen bei wetterbedingten Verkehrsunfällen oder infolge von Kohlenmonoxidvergiftungen. In etlichen Regionen Algeriens und Tunesiens hatte es in den vergangenen Tagen erstmals seit Jahrzehnten heftig geschneit.

 

 




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