© 2010 Foto: Finanzwache Bozen
© 2010 STOL Foto: Finanzwache Bozen
© 2010 Verfallene Nudeln - Foto: Finanzwache Bozen
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Eingefrorenes Fleisch aus dem Jahr 2008 oder Konserven, die vor zehn Jahren verfallen sind: Dies sind nur zwei Beispiele für jenes Szenario, das sich den Beamten der Bozner Finanzwache im Hotel "Emmy" im Schlerngebiet bot.
In den vergangenen Tagen brachten die Finanzbeamten gemeinsam mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb eine groß angelegte Kontrolle zu Ende. Die Bilanz: 750 Kilogramm verdorbene oder schlecht gelagerte Lebensmittel und eine siebenköpfige Belegschaft, die ausschließlich aus Schwarzarbeitern bestand.
Ins Rollen gebracht hatte die Angelegenheit eine gewöhnliche Routinekontrolle. Doch während der Begutachtung der Küche bemerkten die Beamten laut eigenen Angaben, dass diese schmutzig war und einige Lebensmittel, die sich in den Regalen befanden, seit längerer Zeit verfallen waren.
Wie die Finanzwache berichtet, sei den Männern bei der Kontrolle der Kühlzellen ein schlimmer Geruch aufgefallen. Außerdem sollen die Küchenangestellten nicht die angemessene hygienische Kleidung getragen haben.
Verschimmelter Fisch
An diesem Punkt der Ermittlungen holte die Finanzwache die Hilfe einiger Techniker des Südtiroler Sanitätsbetriebes hinzu und eine gründliche Inspektion der Küche sowie der Lagerhalle des Gasthofes begann.
Laut Angaben der Finanzpolizei stießen die Beamten dabei auf 750 Kilogramm an Lebensmitteln – Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Gemüse, Süßspeisen – die entweder verfallen, vergammelt oder schlecht konserviert waren.
Darunter etwa vakuumverpackter, verschimmelter Fisch oder Nudelpackungen, deren Verfallsdatum vor zehn Jahren abgelaufen war.
Außerdem sollen alle sieben Angestellten – Arbeiter aus Italien, Rumänien, Indien und Bangladesch – nicht regulär beschäftigt gewesen sein.
Besitzer angezeigt
Der Besitzer des Gasthofes wurde in der Folge angezeigt. Ihm wird der Verstoß gegen die Hygienevorschriften zu Lasten gelegt.
Der Gasthof wurde mit sofortiger Wirkung geschlossen. Die Gäste, die in dem Gastbetrieb wohnten, mussten das Haus verlassen und müssen nun entschädigt werden.
Die verdorbenen Lebensmittel wurden beschlagnahmt. Sie werden nun fachgerecht entsorgt.
stol
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