„Aufgrund der neuen europäischen Gesetzgebungen wurde im Dezember 2011 die Entscheidung getroffen, einen neuen Hubschrauber zu bestellen“ erklärte der technische Leiter von Aiut Alpin Dolomites Raffael Kostner.Dieser sei nun seit einigen Tagen im Einsatz. Einen Blick in Cockpit ermöglicht die STOL-Bildergalerie.„Vor allem bei Einsätzen in der Felswand ist der neue Hubschrauber ein Traum aller Piloten", schwärmt Marco Kostner, einer der Piloten die beim Aiut Alpin Dolomites tätig sind. Pilot Marco Kostner ist begeistert vom neuen Helikopter. Foto: pasDer neue T3 Helikopter kann vor allem in der Höhe weitaus mehr zuladen (auf 3000 Meter ungefähr 200 kg). "Der optimierte Heckrotor erleichtert zudem das Seitwärtsfliegen und garantiert mehr Stabilität“, erklärte Kostner.Dies sei laut Kostner ein sehr wichtiger Sicherheitsfaktor, vor allem auch weil man dadurch in voller Sicherheit Einsätze bis weit über 4.000 Höhenmeter fliegen kann.Auch bei der medizinische Einrichtung wurde der letzte Stand der Technik angewandt. Wie beim Vorgängermodell kann der Hubschrauber zwei Tragen und vier Besatzungsmitglieder oder eine Trage und fünf Besatzungsmitglieder transportieren. Foto: pasDer Spritverbrauch bleibe jedoch unverändert.Kostenpunkt: knapp 6 Millionen Euro „Eigentlich wäre der Hubschrauber schon seit Wochen bereit gewesen, bürokratische Hürden haben aber den Termin immer wieder verzögert. Der neue Rettungshubschrauber kostete 4,75 Millionen Euro, hinzu kommt noch rund eine Million Euro an Mehrwertsteuer", erklärte der technische Leiter."Neben den Einnahmen durch die getätigten Einsätze konnte die neue Maschine nur durch zahlreiche Sponsoren, der Beiträge von vielen Institutionen sowie der unterstützenden Mitglieder finanziert werden. Sehr wichtig sind auch die Einnahmen durch die 5 Promille der Steuererklärungen sowie die Beiträge der 17 beteiligten Bergrettungsgruppen die zum Aiut Alpin Dolomites gehören", hieß es dazu.Viele kleine, wichtige Details machen den UnterschiedAls Laie sind die Unterschiede zur alten Maschine fast nicht zu erkennen. Sehr markant sind die neuen seitlich angebrachten Lufteinlässe. Dadurch konnte eine kleine Leistungssteigerung der Turbinen erreicht werden. Foto: pasDie Rotorblätter wurden um zehn Zentimeter verlängert, dadurch wird das Getriebe weniger belastet und der Pilot kann mehr Leistung geben.„Beim sogenannten Fenestron-Heckrotor wurde der Dumper verkleinert, wodurch das Heck 43 Zentimeter höher wurde. Zudem konnte man auf die Endplatten an beiden Seiten des Höhenleitwerks verzichten“ erklärte Kostner weiter. Alle diese Komponenten sollten dem Helikopter noch mehr Stabilität geben.Die neue Seilwinde kann, gegenüber dem Vorgängermodell, 42 Kilo mehr Nutzlast aufnehmen. Auch beim Cockpit gab es wichtige Neuerungen. Dieses enthält eine neue Software zur digitalen Flugkontrolle sowie neu integrierte Geräte für Navigation und Kommunikation.Der Helikopter hat ein Leergewicht von 1850 Kilogramm und kann mit einem Maximalgewicht von 2980 Kilo abheben.Alter Hubschrauber wird vermietetMit großer Wahrscheinlichkeit wird der alte Hubschrauber weitervermietet. Es sind bereits Verhandlungen im Gange. „Diese wäre eine weitere wichtige Einnahmequelle für uns“, erklärte Kostner.Der Aiut Alpin Dolomites absolviert pro Jahr ca. 700 Luftrettungseinsätze, vorwiegend im alpinen Gelände und sehr oft unter schwierigsten Verhältnissen.stol/pas