Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz wehrt sich in Sachen Antersasc gegen den Traktorweg-Kompromiss. „Er ist reine Augenwischerei“, begründen die Naturschützer ihre ablehnende Haltung.
Einerseits wisse man nicht wer sich hinter der Ausarbeitung dieses Kompromisses verstecke, andererseits – so der Dachverband für Natur- und Umweltschutz – gebe es keine eindeutige Definition, was unter einem Traktorweg zu verstehen sei.
„Laut Forstbestimmungen kann ein solcher bis zu 2,5 Meter breit sein. So breit also, wie der bereits gebaute Weg ist.“
Auch die Frage der Rentabilität könne nicht außer Acht gelassen werden: „Ist die Erschließung der Zwischenkofelalm mit öffentlichen Geldern tatsächlich gerechtfertigt und wann ist die Rentabilität einer Alm gegeben“, fragen die Naturschützer.
Auf der Zwischenkofelalm gebe es nur nach der Schneeschmelze Wasser. „Daher weiden seit 30 Jahren lediglich Schafe, weil eine Großvieheinheit eben 40 bis 80 Liter Wasser am Tag braucht“.
Bevor diese und andere weitere Almen „sinnlos und um viele Steuergelder“ erschlossen werden, fordert der Dachverband für Natur- und Umweltschutz eine Nachdenkpause, um ein grundsätzliches Konzept zu erstellen, das genaue und konkrete Kriterien festlegt, nach denen bei Almerschließungen vorgegangen werden soll.
Denn: Nicht jede Erschließung sei sinnvoll, das Interesse der Allgemeinheit an intakter Natur und idyllischen Hochtälern müsse vor das wirtschaftliche Interesse Einzelner gestellt werden.
„Die Schmerzgrenze ist erreicht. Des bis zur Waldgrenze gebaute Weg im Antersasc ist bereits ein ‚Kompromiss‘, der weitere Ausbau muss gestoppt werden“, so der Dachverband für Natur- und Umweltschutz abschließend.