Die rechtsgerichtete Kulturorganisation „CasaPound“ rührt kräftig die Werbetrommeln für ihren umstrittenen Protestzug am 5. März in Bozen. In zahlreichen römischen Straßen hat die Organisation Plakate angebracht, um zur Teilnahme aufzurufen.
Die Demonstration richtet sich gegen Kulturminister Sandro Bondi. „Er gab seine Zustimmung für die Entfernung der Denkmäler, die in Bozen den Sieg und die Opfer Italiens im Ersten Weltkrieg huldigen – und das im Tausch gegen zwei Stimmen der SVP“, polterte „CasaPound“-Italia-Vorsitzender Gianluca Iannone im Vorfeld.
Kein Kompromiss sei die Identität eines Volkes wert, sagte er. Im Internet kursieren zahlreiche Plakate mit eindeutiger Botschaft als Aufruf zur Teilnahme an den Protesten.
„CasaPound“ hatte im Sommer in Bozen unter anderem das heftig umstrittene Konzert von „Zetazeroalfa“ in Bozen organisiert.
Kritik und Warnungen am "Marsch auf Bozen"
Zahlreiche Parteien, darunter insbesondere die SVP und die Süd-Tiroler Freiheit, sind in Sorge wegen der Demonstration am 5. März.
Am Samstag hat die Süd-Tiroler Freiheit erneut ihre Kritik vorgebracht. „Rechts- und linksradikale Weltanschauungen haben in der heutigen Zeit nichts verloren, unser Einsatz gilt den Menschenrechten, schreibt Roland Lang in einer Aussendung, in der er im Namen der Bewegung „alle Mitglieder und Sympathisanten aufruft, alle Initiativen gegen den faschistischen ‚Marsch auf Bozen‘ zu unterstützen.“