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© 2009 D Links das Haus in der Trientstraße, in der die beiden Kolumbianerinnern wohnten
© 2009 D Links das Haus in der Trientstraße, in der die beiden Kolumbianerinnern wohnten
© 2009 D Daniele Anselmi
Nachts, aber auch tagsüber, sollen zwei Kolumbianerinnen Kunden in einer kleinen Wohnung in der Bozner Trientstraße empfangen haben. Nun hat die Bozner Polizei dem Geschäft mit der Prostitution ein Ende gesetzt.
Wie Digos-Chef Giorgio Augusto Porroni heute auf einer Pressekonferenz in Bozen erklärte, sei der 42-jährige Daniele Anselmi der Mieter der Wohnung gewesen und habe vom Geschäft der beiden Frauen gewusst.
„Die beiden Kolumbianerinnen haben dem Mann wöchentlich 700 Euro überwiesen“, so Porroni. Für die Miete, die Gas- und Stromrechnungen seien die Frauen selbst aufgekommen.
Neben der wöchentlichen Zahlung habe Anselmi, der in Vicenza wohnhaft ist, bei seinen Besuchen in Bozen selbst sexuelle Dienste kostenlos in Anspruch genommen.
„Wir haben die Wohnung bereits im August dieses Jahres ins Auge gefasst“, erklärte Ugo Lazzara von der Fahndungsabteilung der Bozner Quästur. Zahlreiche Untersuchungen seien notwendig gewesen, bis es möglich gewesen sei, sie zu beschlagnahmen.
Erst im Dezember konnte der Prostitution ein Ende gesetzt werden. Im Zuge der Operation „Case Sicure“ („Sichere Häuser) wurde Anselmi am 15. Dezember verhaftet. Ihm wird die Begünstigung der Prostitution vorgeworfen.
Die beiden Kolumbianerinnen im Alter von 34 und 31 Jahren halten sich regulär in Italien auf. Sie werden nicht strafrechtlich verfolgt, da die Prostitution an sich keine Straftat darstellt.
Anselmi schon länger im Geschäft
Laut Lazzara soll Anselmi seit 2007 in Südtirol insgesamt vier Wohnungen gemietet haben, in denen Prostituierte – manchmal zwei, manchmal auch nur eine – ihre Tätigkeit ausübten. Neben der Wohnung in der Trientstraße soll er noch zwei in Bozen und eine in Meran gehabt haben.
Stets kamen die Frauen für Miete und Nebenkosten auf und zahlten Anselmi pro Woche 700 Euro.
Während er drei der Wohnungen aufgeben musste, weil die Besitzer von den Machenschaften Wind bekommen hatten, konnte er bis zuletzt auf sein Einkommen aus der Trientstraße zählen.
Laut Polizei läuft das Mini-Bordell in der Trientstraße seit mindestens einem Jahr.
Barbara Raich
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