Einen mutmaßlichen Zechpreller hat Richterin Carla Scheidle am heutigen Dienstag in Bozen zu einer Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.
Francesco Bernardi aus Padua aß am 15. Januar 2008 im Hotel Krone in Aldein zu Mittag und nahm anschließend auch ein Zimmer. Am späten Abend stieß der Sohn des Hotelbesitzers zufällig auf eine Mail, in der vor dem Zechpreller F.B. aus Padua gewarnt wurde.
Als der Sohn die Carabinieri verständigte, rieten ihm die Beamten, nichts zu überstürzen und bis zum nächsten Tag zu warten. Die Geduld der Betreiber des Hotels zahlte sich aus: Francesco Bernardi gab am folgenden Tag an, dass er die 128 Euro nicht habe und dass er nach Branzoll müsse.
Dort habe er einen Freund, der ihm das Geld leihen könne. Der Hotelbesitzer ging scheinbar darauf ein, rief dann aber die Carabinieri an, die den 59-Jährigen verhafteten.
Francesco Bernardi soll seine Masche in fünf Jahren insgesamt 60 Mal in verschiedensten Hotels und Pensionen durchgezogen haben.
stol
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