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Artikel vom Freitag, 22. Januar 2016

Bozen demonstriert für das Partnerschaftsgesetz

Seit Wochen sorgt der Gesetzesentwurf "Cirinnà" in Italien für Diskussionen. Damit sollen vor allem gleichgeschlechtliche Paare mehr Rechte erhalten. Die Schwul-lesbische Initiative Südtirol Centaurus wird am Samstag, 23. Jänner, in Bozen für die Umsetzung des Gesetzesentwurfs demonstrieren.

Foto: shutterstock

"Italien ist eines der wenigen Länder, die keinerlei Rechtsansprüche für gleichgeschlechtliche Paare vorsehen", kritisiert der Verein Centaurus. Die Homo-, Bi- und Transsexuellen würden nicht die selben Rechte genießen wie Heterosexuelle, obwohl sie die selben Steuern zahlen.

Gegen diese Ungerechtigkeit will Centaurus nun protestieren. Der Gesetzesentwurf "Cirinnà", benannt nach der PD-Senatorin Monica Cirinnà, die ihn verfasst hat, sieht unter anderem vor, dass gleichgeschlechtliche Partner auch ohne Ehe im Falle von Krankheit berechtigt sind, Informationen zu erhalten.

Auch soll es mit dem Gesetz möglich sein, die Rente im Falle eines Ablebens des Partners zu beziehen und erbberechtigt zu sein.

Großer Streitpunkt in Rom ist der Zusatz der so genannten "Stepchild Adoption". Dabei geht es um die Möglichkeit, das legitime Kind des Partners aus einer vorherigen Beziehung zu adoptieren. Besonders Innenminister Angelino Alfano vom Nuovo Centro Destra hatte sich vehement gegen diesen Zusatz ausgesprochen.

Am 28. Jänner soll der Gesetzesentwurf nach mehreren Verschiebungen endlich im Senat debattiert werden.

Im Vorfeld lädt nun der Verein Centaurus alle Bürger ein, sich an einer Demonstration für die Einführung des Gesetzes "Cirinnà" zu beteiligen. Diese findet am Samstag, 23. Jänner, um 15 Uhr am Rathausplatz in Bozen statt.

Ihre Beteiligung zugesagt haben bereits der PD Südtirol, Die Grünen, der Movimento 5 Stelle Bozen, Sel, Se non ora quando, ProPositiv, Filcams-Cgil sowie Coordinamento Diritti UIL.

stol

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