Werbung - Redaktion - Donnerstag, 17. Mai 2012
22. Februar 2012
Bei der Pressekonferenz stellten sich einige der Träger der Aktion vor. - Foto: DLife/lo © 2012 D Bei der Pressekonferenz stellten sich einige der Träger der Aktion vor. - Foto: DLife/lo © 2012 D
Lokal

„Brauchen wir, was wir haben?“ - Fastenzeit als Chance - Video

Wir alle kennen es: In der Fastenzeit verzichten die einen auf Kaffee, die anderen auf Süßes, Alkohol oder das Rauchen. Die „Aktion Verzicht“ aber will das Fasten auf eine neue Ebene bringen und die Südtiroler Bevölkerung dazu anregen, über die eigenen Verhaltensweisen nachzudenken.

„Brauchen wir, was wir haben? Haben wir, was wir brauchen?“ In der Fastenzeit ruft die „Aktion Verzicht“ jeden dazu auf, sich diese Fragen zu stellen.

„Die Aktion ist den letzten Jahren gewachsen“, betonte Peter Koler, Direktor des Forum Prävention, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Bozen.

Nicht nur die Träger der Aktion seien mehr geworden – es sind 45 Mitträger und sieben Projektförderer – auch inhaltlich habe es ein Wachstum gegeben.

Es gehe nicht mehr nur um den reinen Verzicht von Konsumgütern, „es geht Richtung gesellschaftskritischem Inhalt“, so Koler gegenüber STOL.

Verzicht ist individuell

Die Fragen „Brauchen wir, was wir haben? Haben wir, was wir brauchen?“ müsse jeder für sich selbst beantworten.

„Habe ich, was ich für meine Gefühlswelt, meinen Seelenzustand brauche und bin ich zufrieden damit? Oder besitze ich mehr materielle Dinge, die mich eigentlich nicht glücklich machen?“, regt Koler zum Nachdenken an.

Es gehe nicht darum, durch den Verzicht zu leiden, sondern vielmehr darum, seine eigenen Gewohnheiten und sein Verhalten zu hinterfragen und zu erkennen, was man benötige, um mit sich selbst im Einklang zu sein.

Richtungswechsel dank zahlreicher Mitträger

„Ein altes Ritual umgepolt auf die moderne Zeit“, meint Peter Koler zum inhaltlichen Umschwung der „Aktion Verzicht“.

Besonders aber auch hätte der stete Ausbau der Mitträger dazu beigetragen, dass sich die Ausrichtung geändert habe.

„Chorios interpretiert“

Ein besonderer Partner der „Aktion Verzicht“ ist in diesem Jahr der „Chor Choriosum“. Mit dem Hintergedanken, auf zu viel Arbeit und Stress zu verzichten und dafür mehr Zeit mit seinen Lieben zu verbringen, werden im Rahmen des Projektes Konzertabende in Brixen, Meran, Bruneck und Bozen angeboten (siehe eigener Artikel).

50 Organisationen und Vereinigungen

An der achten Ausgabe der „Aktion Verzicht“ beteiligen sich nahezu 50 Südtiroler Organisationen und Vereinigungen.

Neben den Hauptträgern – dem Forum Prävention, der Caritas, dem Katholischen Familienverband, dem deutschen und ladinischen Schulamt sowie die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste – wird die Aktion u.a. auch vom Südtiroler Gemeindenverband, der Katholischen Männer- und Frauenbewegung, dem Verband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, der Verbraucherzentrale, dem AVS und dem CAI, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Verband der Musikkapellen oder dem Bibliotheksverband unterstützt.

Barbara Raich
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Haben Sie vor, in der Fastenzeit auf etwas zu verzichten? Machen Sie mit bei der STOL-TED-Umfrage!


Video: „Aktion Verzicht“ ist gestartet
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