Werbung - Redaktion - Montag, 21. Mai 2012
09. Oktober 2009
Der BBT-Probestollen bei Aicha auf einem Archivfoto © 2009 Der BBT-Probestollen bei Aicha auf einem Archivfoto Der BBT-Probestollen bei Aicha auf einem Archivfoto © 2009 Der BBT-Probestollen bei Aicha auf einem Archivfoto
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Brennerbasistunnel: Arbeiten zu Nordtiroler Probestollen starten nächste Woche

Die Arbeiten in Nordtirol für den Probestollen des 55 Kilometer langen Brennerbasistunnels zwischen Innsbruck und Franzensfeste werden aller Voraussicht nach planmäßig nächsten Donnerstag (15. Oktober) starten.

Ende September habe es einen entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss der Errichtungsgesellschaft BBT SE gegeben, hieß es aus dem Büro der österreichischen Infrastrukturministerin Doris Bures am Freitag.

Jetzt müsse lediglich die zweiwöchige Einspruchsfrist abgewartet werden. Dass aber tatsächlichen ein derartiger Einspruch folge, sei „unwahrscheinlich". Im Büro der Ministerin gab man sich zuversichtlich, dass „in diesem Jahr noch Sprengungen folgen" werden.

Die Finanzierung des Tunnels und der Zulaufstrecken wurde am Freitag von den Nordtiroler Oppositionsparteien erneut kritisiert. Das Tiroler Bürgerforum (Liste Fritz) als stärkste Oppositionspartei ortete „null Spielraum" für das Land die vom Bund zuletzt geforderten 350 Millionen Euro für das „Tunnel-Phantom" zuzuschießen.

Die Grünen kritisierten ebenfalls, dass das Land „nach 70 Millionen Euro für die Planung weitere 350 Millionen Euro für den Bau" zuschießen solle. „Wo dieses Geld herkommen soll, ist nach wie vor völlig ungeklärt", betonte der grüne Klubobmann Georg Willi.

Bei dem bis dato letzten Treffen zwischen dem Land Nordtirol, dem österreichischen Infrastruktur- sowie Finanzministerium bezüglich Finanzierung sei keine Einigung erzielt worden.

Nach Ansicht des Ministeriums sei jetzt das Land Nordtirol am Zug. „Bei der Verhandlung ist vereinbart worden, dass Nordtirol einen Vorschlag machen wird", erklärte ein Sprecher des Infrastrukturministeriums.

Auf Südtiroler Seite wurde bereits mit dem Arbeiten zu einem Probestollen begonnen. Bis 2022 soll der 55 Kilometer lange Tunnel fertiggestellt sein. Planung und Realisierung des Brennerbasistunnels sowie der Vorbereitungsarbeiten für den Tunnel werden von der BBT SE durchgeführt, der europäischen Gesellschaft, an der Italien durch Tunnel Ferroviario del Brennero zu 50 Prozent, Österreich und das Land Nordtirol zu je 25 Prozent beteiligt sind.

apa




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