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Artikel vom Mittwoch, 10. April 2013

Dalai Lama erhielt Südtiroler Minderheitenpreis

Der 14. Dalai Lama hat am Mittwoch in Bozen den mit 20.000 Euro dotierten Südtiroler Minderheitenpreis des Landes erhalten.

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Der Dalai Lama

Der Dalai Lama - Foto: LPA

Foto: DLife/ts

Foto: DLife/ts - Foto: D

Das 21. Jahrhundert solle „das Zeitalter der Brüderlichkeit“ werden, meinte der Geehrte bei der Feier im Landhaus.

Deshalb gebe es keinen Grund für Gewalt und Konflikte, Probleme sollten vielmehr wie in einer Familie im gegenseitigen Respekt gelöst werden.

Landeshauptmann Luis Durnwalder unterstrich den unermüdlichen und friedlichen Einsatz des Dalai Lama für das tibetische Volk.

Südtirol bezeichnete er als „Freilichtlabor für Minderheitenprobleme“.

Es sei für Führer von Minderheiten nicht immer leicht, den friedlichen Weg zu gehen und sich dennoch konsequent für die sprachliche und kulturelle Identität einer Minderheit einzusetzen.

Konflikte löse man aber nicht mit Gewalt sondern mit den Waffen des Geistes und des Herzens. Dann gebe es bei der Lösung von Minderheitenproblemen nur Gewinner und keine Verlierer.

"Autonomie nicht nur auf dem Papier"

Der 14. Dalai Lama erklärte, er nehme den Preis stellvertretend für alle Tibeter an, die sich für ihr Volk einsetzten.

Er sei geehrt und erfreut, den Preis von einem kleinen Volk zu erhalten, mit dem er seit Jahren freundschaftlich verbunden sei und das ihn sehr unterstütze.

Er unterstrich, dass es wichtig sei, dass eine Autonomie Wirklichkeit sei und nicht nur auf dem Papier bestehe.

In der Verfassung der Volksrepublik China werde zwar eine Autonomie für fünf Regionen, darunter auch für Tibet, vorgesehen.

Er versuche aber immer noch, diese Autonomie für sein Land zu erreichen.

Auf dem Besuchsprogramm des 14. Dalai Lama stand am Mittwoch noch ein Vortrag in der Eurac. Für Donnerstag ist ein Besuch in Trient vorgesehen.

apa