Werbung - Redaktion - Donnerstag, 17. Mai 2012
17. Januar 2011
© 2011 Kurt Schwienbacher, 53, aus Meran ist der erste Ehemann, der gemietet werden kann. Sein Fazit: Es geht nur um Haus- und Handwerkerarbeit. Also eine völlig seriöse Sache. - Foto: ilmaritoinaffitto.it © 2011 Kurt Schwienbacher, 53, aus Meran ist der erste Ehemann, der gemietet werden kann. Sein Fazit: Es geht nur um Haus- und Handwerkerarbeit. Also eine völlig seriöse Sache. - Foto: ilmaritoinaffitto.it © 2011 shutterstock Kurt Schwienbacher, 53, aus Meran ist der erste Ehemann, der gemietet werden kann. Sein Fazit: Es geht nur um Haus- und Handwerkerarbeit. Also eine völlig seriöse Sache. - Foto: ilmaritoinaffitto.it © 2011 Kurt Schwienbacher, 53, aus Meran ist der erste Ehemann, der gemietet werden kann. Sein Fazit: Es geht nur um Haus- und Handwerkerarbeit. Also eine völlig seriöse Sache. - Foto: ilmaritoinaffitto.it
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Ehemann zu mieten: Jetzt auch in Südtirol

Das Bild hängt schief, der Nagel will nicht in die Wand und die Waschmaschine verliert Wasser: Für manch moderne und vielbeschäftigte Frau sind Hausarbeiten mitunter plagende Last.

Und: Die Handwerkerqualitäten des modernen Mannes lassen manchmal zum Wünschen übrig. Auch Single-Frauen stöhnen nicht selten über schiefe Regalbretter oder tropfende Wasserhähne.

Für all jene, die diese Situationen kennen: Es gibt Abhilfe. Seit kurzem gibt es nämlich Ehemänner zu mieten, die wie sie selbst sagen „alle kleinen Arbeiten und Erledigungen durchführen, die der Ehemann nicht machen kann bzw. keine Lust hat zu machen“. Ist kein Ehemann vorhanden, übernehmen sie die Arbeiten natürlich auch.

Kurt Schwienbacher: „Bin kein Gigolo“

In Südtirol gibt es vorerst nur einen Ehemann zu „mieten“: Kurt Schwienbacher, 53, aus Meran und Vater von drei Kindern. STOL hat er verraten, dass er aus purem Zufall auf diesen neuen Job gestoßen ist, allerdings noch auf Angebote wartet.

Südtirol Online: Sie sind der erste Südtiroler Ehemann, der gemietet werden kann. Wie ist es dazu gekommen?

Kurt Schwienbacher: Ich bin Gärtner und damit im Winter meist ohne Arbeit. Nichts tun kann ich nicht und deshalb bin ich eines Tages, als ich vor dem Computer saß und virtuell durch die Welt sauste, auf die Homepage www.ilmaritoinaffitto.it gestoßen. Dort habe ich gesehen, dass Ehemänner ihre Handwerkerdienstleistungen anbieten und dachte mir, das kannst du doch auch. Ich habe mich mit dem Chef in Verbindung gesetzt und seit kurzem bin ich der erste Südtiroler Ehemann, der gemietet werden kann.

STOL: Sind schon Angebote eingetrudelt?

Schwienbacher: Nein, noch nicht. Wir stecken – zumindest hier in Südtirol – noch in den Kinderschuhen. Außerdem ist die Homepage hierzulande ziemlich unbekannt. Es weiß noch niemand, dass jetzt auch hier ein Ehemann gemietet werden kann.

STOL: Was sagt die Ehefrau?

Schwienbacher: Nichts. Ich lebe in Trennung.

STOL: Beim Slogan „Ehemann zu mieten“ könnte man auf zweideutige Gedanken kommen…

Schwienbacher: (lacht) Das stimmt. Aber dem ist nicht so. Das ist eine völlig seriöse Sache. Unsere Dienstleistungen beschränken sich auf Handwerker- und Hausarbeiten. Wir sind keine Gigolos. Dann würden wir das auf der Homepage anführen. Im Endeffekt mache ich diesen Job schon länger, bisher war es aber eine rein private Angelegenheit. Ich habe jetzt schon die Schlüssel einiger Wohnungen und Häuser und sehe dort – sofern es die Besitzer wünschen – nach dem Rechten. Mich interessiert nicht, ob da jemand nackt herumrennt. Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps.

STOL: Glauben Sie, dass Frau Südtirolerin zum Hörer greift und Sie anruft?

Schwienbacher: Ich glaube, dass genug Nachfrage vorhanden wäre. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob die Südtirolerin genug Mut hat anzurufen und nicht die Angst bei ihr vorherrscht, was wohl die Nachbarin denkt. Diese Angst kann ich ihr aber sofort nehmen: Ich gehe in die Wohnung, mache meine Arbeit und sage Pfiati.

Interview: Johanna Gasser




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