Samstag, 04. Februar 2012
06. September 2010
Foto: Carabinieri Bozen © 2010 Foto: Carabinieri Bozen Foto: Carabinieri Bozen © 2010 Foto: Carabinieri Bozen
Lokal

Facebook-Seite „Vergewaltigen wir Kinder“ ist offline

Es ist den Bozner Carabinieri zu verdanken, dass eine Facebook-Seite namens „Vergewaltigen wir Kinder“ nicht mehr online ist.

Die Beamten stießen zufällig auf die Seite, die innerhalb weniger Stunden nach ihrer Aktivierung bereits zahlreiche Anhänger, aber auch Kritiker zählte.

Die Carabinieri verständigten sofort die Facebook-Betreiber in Amerika. Daraufhin wurde die Seite verdunkelt.

Die Ermittlungen liefen allerdings weiter, um den Gründer der Gruppe, der weder seinen richtigen Namen, noch ein Profilfoto angegeben hatte, auszuforschen.

Er hatte lediglich ein Foto online gestellt, welches Kinder zeigt, die auf einer Wäscheleine aufgehängt werden.

Mittlerweile konnte der Gründer der Gruppe ausgeforscht werden: Es handelt sich angeblich um einen 17-Jährigen aus Palermo.

Vergangene Woche statteten ihm Beamte einen Besuch zu Hause ab.

Offenbar war er sich der Schwere seines Handelns nicht bewusst: Es handle sich um pure Provokation ohne ernsthafte Absichten, soll er erklärt haben.

Er habe nicht damit gerechnet, dass er ausgeforscht werden könne, soll er zugegeben haben. Um eine Identifizierung zu verhindern, habe er sogar einen erfundenen Namen gewählt.

Dennoch: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

Sein Computer wurde beschlagnahmt. Derzeit wird er von Experten der Carabinieri untersucht, um Hinweise auf mögliche Straftaten zu finden.

Sicherlich wird sich der Jugendliche aber vor dem Jugendgericht von Palermo wegen Anstiftung zu einer Straftat verantworten müssen.

stol/uli




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