Werbung - Redaktion - Donnerstag, 17. Mai 2012
11. August 2011
Felssturz am Santner - Foto/Copyright: Walter Trocker © 2011 Felssturz am Santner - Foto/Copyright: Walter Trocker Felssturz am Santner um 8.05 Uhr - Foto/Copyright: Alessandro Giacomuzzi © 2011 APA/AFP Felssturz am Santner um 8.05 Uhr - Foto/Copyright: Alessandro Giacomuzzi Foto/Copyright: Oswald Tröbinger © 2011 Foto/Copyright: Oswald Tröbinger Fotos von der Abbruchstelle. Bei einem Lokalaugenschein am Nachmittag machten sich die Experten ein Bild von oben. Foto/Copyright: Bergrettung Seis © 2011 Fotos von der Abbruchstelle. Bei einem Lokalaugenschein am Nachmittag machten sich die Experten ein Bild von oben. Foto/Copyright: Bergrettung Seis Foto/Copyright: Hubert Messner © 2011 Foto/Copyright: Hubert Messner Foto/Copyright: Olga Senoner © 2011 APA/AFP Foto/Copyright: Olga Senoner
Lokal

Felssturz am Santner - Bildergalerie

Erst vor einer Woche war Partschins Schauplatz eines gewaltigen Felssturzes: Rund 80.000 Kubikmeter Fels stürzten zu Tal, der gesamte Bergkopf oberhalb des Greiter-Kopfes brach ab.

Ein ähnliches Szenario wiederholte sich am frühen Donnerstagmorgen in der Gemeinde Kastelruth.

Felssturz gegen 8 Uhr, weiterer Steinschlag um 10.30 Uhr

Zwischen der Santnerspitze  (2414 Meter) und der Euringerspitze (2934 Meter) lösten sich gegen acht Uhr Gesteinsmassen, weitere, größere Steinschläge folgten gegen 10.30 Uhr und 12.30 Uhr.

Insgesamt stürzten rund 1500 bis 2000 Meter Fels zu Tal. Die Santner – und die Euringerspitze zählen zu den beliebtesten Fotomotiven Südtirols.

"Wir wurden gegen acht Uhr von mehreren Seiten alarmiert und sind sofort zur Abbruchstelle", so die Bergrettung Seis gegenüber Südtirol Online.

"Knapp unterhalb der Euringerspitze haben sich kurz vor acht Uhr drei größere Felsblocken gelöst und sind auf den Wanderweg gestürzt. Anschließend gab es immer wieder größere Steinschläge. Um 10.30 Uhr folgte ein neuerlicher, größerer Felssturz. Insgesamt sind bis zu 2000 Kubikmeter Fels in die Tiefe gedonnert“, so die Bergrettung Seis gegenüber STOL nach einem Lokalaugenschein mit Landesgeologen Volkmar Mair.

"Größer, außergewöhnlicher und gefährlicher"

Verletzt wurde bei dem Steinschlag niemand. Allerdings entgingen zwei Bergsteiger, die in Südtirol ihren Urlaub verbringen, dem Felssturz nur knapp.

"Sie waren auf dem Zustiegsweg zur Santner unterwegs, als sie plötzlich von den Steinen überrascht wurden. Sie sind sofort zurück  zu ihrer Unterkunft", so die Bergrettung Seis.

„Müssen noch zwei Seilschaften bergen“

Zwei Seilschaften mit insgesamt fünf Personen mussten hingegen am Nachmittag von der Santnerspitze per Hubschrauber geborgen werden. „Sie sind bereits am frühen Morgen gestartet und befinden sich jetzt unmittelbar unter der Santnerspitze. Da die Abseilroute voller Steine ist. Dasselbe gilt für den Wanderweg“, gab die Bergrettung Seis zur Mittagszeit Auskunft.

Mittlerweile wurden die Bergsteiger vom Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites und der Bergrettung Seis von der Santnerspitze geborgen und ins Tal gebracht.

Kleinere Steinschläge bereits in der Vergangenheit

Laut der Bergrettung haben sich zwischen der Santner- und der Euringerspitze auch in der Vergangenheit immer wieder Steine gelöst: "Meistens waren das aber kleine Mengen. Der heutige Felssturz war um einiges größer, außergewöhnlicher und vor allem auch gefährlicher."

Mehrere Sperren

Der Zugstiegsweg zur Santnerspitze wurde bereits in den Morgenstunden abgesperrt. Auf Anordnung von Bürgermeister Andreas Colli wurden später der Santner, der Klettersteig zum Santner, der Zugang von Schlernboden zum Klettersteig Santner und der Weg von Schlernboden zu den "Schlern-Köpfen" abgeriegelt.

Fotos auf STOL

Falls Sie Fotos von dem Felssturz am Santner gemacht haben. STOL veröffentlicht sie gerne - natürlich mit Namensnennung bzw. Copyright-Angabe. E-Mail an redaktion@stol.it genügt.

joi 

Fotos: Felssturz am Santner: Fotos vom Lokalaugeschein mit Hubschrauber - Alle Fotos/Copyright: Bergrettung Seis

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Fotos: Felssturz am Santner - Foto/Copyright: Oswald Tröbinger/Walter Trocker/Viktor Tröbinger

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Foto/Copyright: Olga Senoner
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