Garantieverhör: Marokkanerin wieder frei - „Ich wurde vergewaltigt“
Die Frau aus Marokko (27), die am Mittwoch unter dem Verdacht, einen Freier mit K.O.-Tropfen betäubt und um 12.000 Euro erleichtert zu haben, verhaftet wurde, ist wieder auf freiem Fuß.
Ihrer Version zufolge sei sie das eigentliche Opfer: Sie sei mit den Tropfen gefügig gemacht und vergewaltigt worden.
Richter Walter Pelino stufte ihre Erklärung beim gestrigen Garantieverhör als durchaus stimmig ein. Die weiteren Ermittlungen werden zeigen, welche Geschichte der Wahrheit entspricht.
Wie die Frau betonte, hätte ein Bekannter sie zu dem Mann mitgenommen. Beide Männer hätten Kokain und Whisky konsumiert, sie habe nur Schaumwein getrunken.
Als der Bekannte weg war, habe der Mann Sex mit ihr gewollt, sie habe sich aber geweigert. Daraufhin habe der Mann sie vergewaltigt, die K.O.-Tropfen habe er ihr verabreicht – und nicht umgekehrt – um ihren Willen zu brechen.
Sie hatte auch Anzeige erstattet, obwohl sie mehrere Anrufe bekommen habe, die sie davon abhalten sollten.
Die Frau betonte auch, den Mann nicht bestohlen zu haben. Das Geld, das die Ermittler bei der Schwester der Frau in Brescia gefunden hatten, gehöre ihrem Ex-Freund.