Mit der höchsten Auszeichnung des Landes Tirol ist am Dienstag der Präsident von SOS-Kinderdorf International, Helmut Kutin, geehrt worden. Dem Jubilar, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, wurde im Rahmen einer Festsitzung des Landtages in der Innsbrucker Hofburg der „Ring des Landes Tirol“ verliehen.
Dem Jubilar, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, wurde im Rahmen einer Festsitzung des Landtages in der Innsbrucker Hofburg der „Ring des Landes Tirol“ verliehen.
„Für diesen leidenschaftlichen Einsatz für eine kinderfreundlichere Welt wollen wir ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzen“, würdigte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) das Schaffen des in Südtirol geborenen Kutin.
"Die Lebensleistung von Kutin ist beeindruckend"
Der Tiroler Landtagspräsident Herwig van Staa (ÖVP) ging auf die großen Verdienste von Kutin um die weltweite Weiterentwicklung der SOS-Kinderdorf-Idee von Hermann Gmeiner ein: „Die Lebensleistung von Helmut Kutin ist mehr als beeindruckend. Weltweit wurden unter seiner engagierten Führung über 154 neue SOS-Kinderdörfer gegründet.“
Kutin selbst bedankte sich für die ihm zuteilgewordene Ehrung: „Dies ist eine großartige Auszeichnung nicht nur für mich, sondern auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer. Sie beleben unser Werk jeden Tag mit Treue, Liebe und Verbundenheit.“
Der SOS-Kinderdorf-Präsident ist neben Hilde Schwarzkopf und Gernot Langes-Swarovski einer von sieben lebenden Trägern dieser Anerkennung höchster Verdienste um das Land Tirol.
Helmut Kutin wurde am 4. Oktober 1941 als jüngstes von fünf Kindern in Bozen geboren. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges wurde die Familie auseinandergerissen, der zwölfjährige Helmut kam schließlich 1953 in das erste SOS-Kinderdorf nach Imst.
1967 begann Kutin im Rahmen von SOS-Kinderdorf International seine Pionierarbeit in Asien. Er baute in Vietnam das erste – damals weltweit größte – SOS-Kinderdorf und sorgte im Anschluss für eine rasche Verbreitung der Idee in Südostasien.
Innerhalb weniger Jahre hatte er in Asien über 50 SOS-Kinderdörfer und weitere 50 Sozialeinrichtungen errichtet. 1971 wurde er zum Asien-Repräsentanten von SOS-Kinderdorf International ernannt.
Seit 1985 ist Helmut Kutin Präsident des größten privaten Kinderhilfswerkes. Hermann Gmeiner, der SOS-Kinderdorf vor 62 Jahren gegründet hatte, schlug Kutin noch zu Lebzeiten als seinen Nachfolger vor. Im Laufe seiner langjährigen Tätigkeit wurde Kutin mehr als 50 Mal geehrt.
Unter anderem erhielt er den höchsten Königsorden des Königreichs Thailand, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, den Päpstlichen Orden „St. Gregorius Magnus“ von Papst Johannes Paul II. und das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich.
Die größte Auszeichnung sei für den Präsidenten aber immer noch jeder junge Mensch, der in seinem eigenen Land in seinem Kulturumfeld im Leben bestehen könne.
apa
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