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Artikel vom 31. Juli 2012

Glücksspiel boomt weiter

Südtirol ist ein Land, in dem immer häufiger „gezockt“ wird: Die Zahlen, die die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) am Dienstag veröffentlicht hat, beweisen es.

Spielsucht, glücksspiel

Foto: D

Demnach sind im ersten Halbjahr 2012 in Südtirol die Glückspieleinsätze erneut gestiegen, von 307 auf 385 Millionen Euro. Das bedeutet ein alarmierendes Plus von 25,2 Prozent.

Die Verbraucherschützer fürchten, dass heuer in Südtirol pro Kopf 1500 Euro für Glücksspiele ausgegeben werden könnten - deutlich mehr als im vergangenen Jahr.

Der Löwenanteil der Glückspieleinsätze, insgesamt 253 Millionen, floss zwischen Januar und Juni 2012 in Spielautomaten; das sind 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die meisten Menschen – so die VZS – zocken an Automaten, den sogenannten „new slot“.

Diese Geräte besäßen auch das größte Suchtpotential, da vom Staat nicht richtig reguliert.

„Der wahrscheinlich Grund: Im Jahr 2011 waren italienweit Glückspieleinsätze von 79,8 Milliarden Euro zu verzeichnen, 56 Prozent davon fallen auf die geldauszahlenden Automaten: Es geht also um Milliarden von Euro“, gibt die VZS zu bedenken.

Automaten seien Experten zufolge die gefährlichste Variante des Glücksspiels, da die Hemmschwelle sehr niedrig sei: Schon mit einem Euro sei man an einem der zahlreichen Geldspielautomaten in Südtirol dabei.

„Es wird zwischen den sogenannten ‚slot machines‘ und den Videolotterien unterschieden: Erstere finden sich vor allem in Bars und Trafiken und zahlen höchstens 100 Euro Gewinn aus. Die anderen finden sich in speziellen Spielhallen. Diese Videolotterien können bis zu 500.000 Euro ausschütten. Untersuchungen zeigen, dass etwa jeder zwölfte Automatenspieler zum Problem- und Suchtspieler wird. Beim Lotto ist es nur jeder 300. Spieler“, gibt die VZS zu bedenken.

VZS: Daten müssen veröffentlicht werden

In diesem Zusammenhang prangert die VZS an, dass die AAMS – zumindest bisher – die genaue Anzahl der vorhandenen Automaten nicht veröffentlichen muss. Die AAMS ist die Autonome Verwaltung des Staatsmonopols, die für das Glücksspiel zuständig ist.

„Nach Meinung der Verbraucherschützer ist diese Zahl unverzichtbar, um die Präventionsmaßnahmen präzise abstimmen zu können. Es ist daher absolut nicht nachvollziehbar, dass kein Zugang zu diesen Daten besteht“.

Die VZS will daher auch eine entsprechende Eingabe beim zuständigen Wirtschafts- und Finanzministerium machen.

Außerdem fordert sie „strengere Regeln und mehr Information“: In den letzten Jahren nähmen die Familien zu, die durch Glücksspiel in zunächst finanzielle Schwierigkeiten gerieten.

„Kein Wunder, meint die VZS, lagen doch im vergangenen Jahr in Südtirol die Glücksspieleinsätze pro Kopf bei 1270 Euro, im laufenden Jahr könnten sie auf 1500 Euro ansteigen, befürchtet sie.

Verantwortungsvolles Spielen: Teste Dich selbst 

Wer überprüfen möchte, ob mit seinem Spielverhalten (noch) alles in Ordnung ist, kann dies hier machen (siehe eigenen Artikel).

stol

pensionatodilusso

31.07.2012 22:41

Zuerst gibt es Lond die Lizenzn fier dei Maschinen und dernoch olle, hobs Urlaub zumTherapiezentrum Bad Bachgart in Rodeneck. Tanto zohln jo nit sie ,sondern olm die gleichn co......ni.

1 Kommentar