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Artikel vom 29. August 2013

Internationale Anthropologentagung in Bozen

Bösartige Tumorerkrankungen sind nicht reine Zivilisationskrankheiten, sondern belasten die Menschheit schon seit mehreren tausend Jahren. Ungarische Anthropologen konnten Spuren dieser Krankheit in drei Skelettfunden aus dem 1. bis 5 Jahrhundert n. Chr. nachweisen.

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Die EURAC - Foto: D

Dies ist nur eines der mehr als 50 Vortragsthemen aus der Welt der „Wissenschaft vom Menschen“, die auf der 10. Internationalen Tagung der Gesellschaft für Anthropologie in der Eurac in Bozen vorgestellt und erörtert werden.

Rund 100 Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten anthropologischen Fachbereichen setzen sich zum einen mit der Entwicklung der Menschheit über die Zeit auseinander.

Die Bandbreite der Kongressthemen reicht von der Forensischen Anthropologie über die menschliche Verhaltensforschung bis hin zur Mumienforschung.

Präsident der Gesellschaft für Anthropologie ist der Anthropologe Albert Zink, Leiter des Bozner EURAC-Instituts für Mumien und den Iceman, das den internationalen Kongress organisiert.

Die Wissenschaftler des Instituts stellen auf dem Kongress sowohl genetische Untersuchungen an antiker DNA sowie ihre Studien zu ägyptischen Mumien und zur Gletschermumie Ötzi vor.

Unter anderem wird der „Old Egyptian Lady“ ein Vortrag gewidmet, einer ägyptischen Mumie aus der Sammlung des Meraner Stadtmuseums aus dem 3. Jh. n. Chr. Der Kongress ist den Fachleuten vorbehalten.

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