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Artikel vom Dienstag, 20. November 2012

"Komplementärmedizin bringt bessere Lebensqualität"

Zwei Jahre nach der Eröffnung hat der Dienst für Komplementärmedizin in Meran, zusammen mit der renommierten Charitè-Medizinuni aus Berlin, eine Studie über die Wirksamkeit von Komplementärmedizin durchgeführt.

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Homöopathsche Mittel

Homöopathsche Mittel - Foto: shutterstock

Am Dienstag wurde einige Ergebnisse der Studie auf einer Pressekonferenz in Bozen vorgestellt.

Untersucht wurden bei der Studie an 275 Frauen zwei Gruppen: eine erhielt zusätzlich eine komplementärmedizinische Behandlung, die zweite wurde allein nach den schulmedizinischen Standards des Brustgesundheitszentrums behandelt.

Am häufigsten wurden in Meran Akupunktur und Homöopathie angewendet, aber auch die auf Pflanzen basierende Phytotherapie und viele andere.
Hauptparameter der Studie, erklärte Professorin Claudia Witt, Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charitè in Berlin.

"Das Hauptergebnis der Studie", fasste Witt zusammen, "an Patientinnen mit Brustkrebs, die zusätzlich in der Abteilung für Komplementärmedizin in Meran behandelt wurden, ist eine statistisch signifikant bessere Lebensqualität."

Einzelheiten der Studie könnten noch nicht vorgestellt werden, unterstrich die Professorin, denn zuvor müssten die Ergebnisse in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden.

8000 Patienten in sechs Monaten

Seit einem Jahr ist der Dienst voll ausgelastet, betonte der Arzt Christian Thuile, Leiter des Dienstes für Komplementärmedizin, auf der Pressekonferenz.

Von Jänner bis Juni dieses Jahres gab es im Dienst in Meran 8.000 Patienten, davon waren 60 Prozent Frauen.

Die Patientengruppen sind zu 30 Prozent onkologische und zu 70 Prozent chronisch Kranke, die Hauptaltersgruppe sind Frauen um das 40. Lebensjahr.

Die Hälfte kommt vom Gesundheitsbezirk Meran, 28 Prozent kommen vom Bezirk Bozen, zwölf Prozent vom Bezirk Brixen und zehn Prozent vom Gesundheitsbezirk Bruneck.

Finanzierung gesichert

Ob es auch in anderen Gesundheitsbezirken einen Dienst für Komplementärmedizin geben wird, ließ Gesundheitslandesrat Richard Theiner am Dienstag noch offen.

Der Landesregierung sei es wichtig, das Pilotprojekt Komplementärmedizin in Meran wissenschaftlich auswerten zu lassen, so der Landesrat.

"Dieser Dienst ist vom öffentlichen Dienst nicht mehr wegzudenken", unterstrich Theiner, "und mit dieser Studie liegt der erforderliche Nachweis jetzt auch vor."

Nicht zuletzt auch deshalb sei die Finanzierung des Dienstes, bisher nur ein Projekt, gesichert, unterstrich Theiner.

hidalgo

Die Zauberkunst und "Hypno"-Überzeugung eines Assessors............................

21.11.2012 00:24

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pincopallino

ich fände es hingegen super, als Steuerzahler keine scheinwissenschaftliche Esoterik mitfinanzieren zu müssen. Das heißt nicht, dass man auch bei der sogenannten Schulmedizin gewaltige Einsparungen machen kann und muss. Komplementärmedizin ist keine Naturmedizin, weil diese Praktiken meistens überhaupt nichts mehr mit der Natur zu tun haben. Nehmen wir einmal die Homöopathie her, dort ist überhaupt kein natürlicher Wirkstoff mehr nachweisbar, es geht um geistige, esoterische Wirkungen, deren Langzeitwirkung zumindest anzuzweifeln ist. Das Argument: "Nützt es nichts, dann schadet es wenigstens nichts" würde ich mit Vorsicht genießen!

20.11.2012 22:15

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KC

Claudia Ich finde es super,dass nun endlich auch die Sanitätseinheit die Komplemäntärmedizin anbietet und fördert. Da wir nun mal ein Teil der Natur sind ist es für unsere Gesundheit unbedingt erforderlich, dass wir uns dem Rest der Natur so gut wie möglich annähern. Allgemeinmedizin ist nämlich Symtombekämpfung. Naturmedizin ist Ursachenbekämpfung.

20.11.2012 19:35

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pincopallino

... das erste was einem im Fach Statistik beigebracht worden ist, war folgender Satz: "Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!!". Soviel zum Thema statistische Gefälligkeitsuntersuchungen!

20.11.2012 19:05

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Moni

Ich finde so eine Einrichtung wunderbar.

20.11.2012 17:59

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sepplberger

Südtirol war immer schon ein Land indem Krankheiten mit Pflanzen geheilt wurden! Man denke an die Eltern/ Großeltern. So soll es auch weitergehen!

20.11.2012 15:31

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blizzard

@mozart1 Ja, könnte man so sagen, aber ich sage es mit einem großen Aber, denn wenn man an Krebs oder einer sonstig sehr einschränkenden Krankheit leidet und man die Hammermedis einnehmen muss, ist man froh, wenn deren Nebenwirkungen oder auch andere Zipperlein ohne die große Chemiekeule behandelt werden können, denn es ist ja nicht so, dass die Organe nicht unter Medikamenten leiden!

20.11.2012 13:45

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mozart1

Esoterisches Blindwatten!

20.11.2012 13:06

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8 Kommentare