Keinen Vorsatz, eine Straftat zu begehen, sehen die Ermittler hingegen bei den Mitgliedern der Landesregierung, dem Bürgermeister von Prags und mehreren Beamten, die auch ins Visier der Justiz geraten waren. Zwar hat der Staatsanwalt „schwere verwaltungstechnische Anomalien“ ausgemacht – obwohl die formellen Voraussetzungen fehlten, habe die Landesregierung eine provisorische Genehmigung erteilt, und infolge dessen habe die Gemeinde grünes Licht für den Bau gegeben. Doch ein Parkplatz am See sei dringend nötig gewesen, um bei Touristenansturm die chaotischen Situationen der Vorjahre zu vermeiden. Der Nutzen für die Öffentlichkeit sei höher zu bewerten als der mögliche Vorteil für den Einzelnen. Der Staatsanwalt hat deshalb die Einstellung des Verfahrens beantragt.rc