„Wenn's so weiter geht, haben sie bald alle Hotels durch“, meinte gestern ein Hotelier in Sexten.
Nach Einbrüchen in zwei Schutzhütten und drei Hotels in der vergangenen Woche wurden diese Woche weitere Einbrüche in drei Hotels, ein Gästehaus sowie zwei Hütten auf den Rotwandwiesen gemeldet.
In der Rudihütte zuerst und in der etwas darunter liegenden Rotwandwiesenhütte wenig später gingen die Einbrecher in der Nacht auf Mittwoch zu Werke.
Über den Keller drangen sie in die Rudihütte ein, brachen dann einige Türen auf, um sich Zugang zu Küche und Gastraum zu verschaffen, wo sie zwar mehrere Kästen durchsuchten, aber außer dem Wechselgeld in der Kassa nichts Brauchbares fanden.
In der Rotwandwiesenhütte, wurde gegen 2.30 Uhr Wirt Norbert Tschurtschenthaler wach, als jemand versucht hatte, die Türe zu dem im oberen Stock gelegenen Schlafzimmer zu öffnen. Auf seine Frage, wer da sei, machten die Eindringlinge kehrt.
Der Wirt lief ihnen nach, doch konnten die Flüchtenden – mindestens drei sollen es gewesen sein – entkommen.
Der Wirt rief die Carabinieri, aber auch deren Suche verlief erfolglos. „Zum Stehlen haben die Diebe nicht viel gefunden. Einige Bananen haben sie mitgenommen“, sagt der Hüttenwirt.
Die Nacht zuvor hatten vermutlich dieselben Einbrecher ihr Unwesen in St. Veit und Moos getrieben. Im Hotel „Tonyhof“, haben sie den Tresor entwendet. Am Werke gewesen sein dürften die Einbrecher gegen 1 Uhr. Zu dem Zeitpunkt ist nämlich die kleine Tochter der Hoteliersfamilie Rogger wach geworden.
Da aber sonst niemand im Hause etwas vernommen hat, Edgar Rogger und seine Frau aber am nächsten Morgen die Augen sehr gebrannt haben, schließt Rogger nicht aus, dass die Einbrecher ein Betäubungsmittel gespritzt haben.
Ein Fenster eingeschlagen haben die Einbrecher im Hotel „Schönblick“, wo sie bis ins Büro vordrangen. Den eingemauerten Tresor ließen sie stehen, wie Kurt Tschurtschenthaler sagt. Nur drei Jacken nahmen sie mit.
Im Gästehaus „Gruber“ zeigten sich die Diebe von ihrer „starken“ Seite, und trugen den, wie Pepi Gruber schätzt, 80 bis 100 Kilo schweren Tresor als Beute davon.
In ihm befand sich eine eine Münzensammlung sowie einige für die Familie wichtige, für Einbrecher aber völlig wertlose Dokumente.
Im Hotel „St. Veit“, in das die Einbrecher über die Sauna einstiegen, haben die Diebe die Arbeit nicht gescheut, den Tresor, in dem sich Geld und einige Wertsachen befanden, aus der Verankerung zu schrauben.
Zudem rafften sie das Geld aus der Kassa zusammen.
Der Wert der Beute in der Nacht auf Dienstag beläuft sich laut Erhebungen der Carabinieri auf 18.000 Euro, jener der folgenden Nacht auf 150 Euro.
Die Suche nach den Dieben, zu der gestern auch Hubschrauber und Hunde eingesetzt wurden, brachte bis zum Abend kein Ergebnis.
ru
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