Einen traurigen Fund hat gestern ein Bauer in seinem Weinberg bei St. Pauls gemacht: Er entdeckte die verweste Leiche eines Mannes. Laut Ermittlern handelt es sich zweifelsfrei um den seit Mai abgängigen Anton Gruberi.
Gruberi lag zwischen zwei Weinbergen im dichten Gebüsch. Dass er gefunden wurde, ist reiner Zufall.
Durch den Ehering, der am Finger des Leichnams steckte, und einen Anhänger in Kreuzform, der am Kettchen hing, das der Tote um den Hals trug, ist jeder Zweifel ausgeschlossen: Bei dem gestern Vormittag gefundenen, stark verwesten Körper handelt es sich um den seit Ende Mai abgängigen Anton Gruberi.
Nach einer ersten Untersuchung durch den Amtsarzt, der den Tod bescheinigt hat, scheint nichts darauf hinzudeuten, dass Fremdeinwirkung den Tod von Anton Gruberi herbeigeführt haben könnte.
Eine vom ermittelnden Staatsanwalt Igor Secco beantragte Autopsie durch den Rechtsmediziner Guido Mazzoleni soll morgen, Sonntagabend, Gewissheit schaffen, woran der 74-Jährige schlussendlich gestorben ist.
Auch der genaue Todeszeitpunkt soll bei der morgigen Autopsie ermittelt werden.
Anton Gruberi hatte Ende Mai unbemerkt das Altersheim in St. Pauls verlassen. Die letzten Spuren von ihm waren Anfang Juni in St. Michael an der Etsch/Mezzocorona gefunden worden. Sie konnten bis an die Kreuzung in Richtung Mezzolombardo/ Nonsberg weiterverfolgt werde.
Eine Woche später hatten Nachforschungen mit Spürhunden die Anwesenheit des Vermissten im Raum Salurn nachgewiesen. Dort verlor sich dann aber seine Spur.
Die Ermittlungen zum Leichenfund haben die Carabinieri von Eppan mit Unterstützung ihrer Kollegen aus Bozen durchgeführt.