Sonntag, 12. Februar 2012
13. Januar 2010
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Lokal

Trick Nr.2: Falsche Sanitätsbetrieb-Angestellte

Angestellte öffentlicher Dienste erwecken meist Vertrauen. So auch jene des Sanitätsbetriebes. Dies machen sich immer öfter auch Betrüger zu Nutze. So kommt es, dass der Trick mit dem falschen Sanitätsbetrieb-Angestellten auf Platz 2 der häufigsten Betrügereien in Südtirol gelangt.

„Die Betrüger beginnen bereits auf der Straße“, erklärt Ugo Lazzara von der Fahndungsabteilung der Bozner Quästur.

„Sie sehen, wie das Opfer sein Haus verlässt, folgen ihm oder warten, bis es wieder nach Hause zurückkommt.“ Auch in diesem Fall seien meist ältere Menschen betroffen.

„Sobald die Person ins Haus zurück will, hält sie der Betrüger an und gibt an, ein Arzt des Sanitätsbetriebes zu sein.“ Die Vorwände für den angeblichen Hausbesuch sind vielfältig: Kostenlose Hausbesuche samt Untersuchung, die Kontrolle der Gesundheitsbüchleins oder aber die Erneuerung der Gesundheitskarte. Dies scheinbar alles im Auftrag des Südtiroler Sanitätsbetriebes.

Betrüger kommen zu zweit

„Meist sind es zwei Personen. In manchen Fällen stellt aber auch nur eine Person den Kontakt her, die zweite kommt später nach – wie bei Trick Nr. 1“, erklärt Lazzara.

„Beim Sanitätspersonal- Trick ist für die Betrüger die Erfolgsquote höher. Während nämlich bei Trick 1 noch eine weitere Person in der Wohnung sein könnte – der Ehemann oder ein anderer Verwandter –, die den Betrug vereiteln könnte, vergewissern sich die Betrüger bei Trick 2 bereits im Vorgespräch darüber, dass die Person alleine zu Hause ist.“

Sobald die Betrüger in der Wohnung sind, beginnt das Schauspiel: Die Farce mit der Sanitätseinheit wird durchgezogen: „Es gibt eine Arztvisite, bei der das Opfer ‚untersucht‘ wird.

Die zweite Person, die entweder schon in der Wohnung ist oder aber kurz darauf nachkommt, sucht inzwischen die Toilette auf. In Wirklichkeit – wie beim ersten Fall – sieht sie sich aber in der Wohnung um.“

Die Zeit der Untersuchung nutzt der Komplize, um die verschiedenen Räume nach Wertsachen zu durchsuchen und das Opfer so zu bestehlen.

Lesen Sie morgen: Trick Nr. 3: Der Lederjacken-Trick

Barbara Raich/rb




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