Tumult im Gefängnis: Eisacktaler Häftlinge verprügelt
Prügel hat es für vier Südtiroler Häftlinge gegeben, die wegen Kinderprostitution im Bozner Gefängnis sitzen. Einer von ihnen musste mit erheblichen Verletzungen vom Gefängnisarzt betreut werden.
Am 10. März waren die vier Eisacktaler verhaftet worden: Ihnen wird Prostitution von Minderjährigen vorgeworfen.
Zehn bis 50 Euro für sexuelle Kontakte
Die Männer, zwischen 40 und 60 Jahre alt, sollen seit 2008 regelmäßig Schulkinder im Alter zwischen elf und 17 Jahren auf den öffentlichen Flächen und Parks vor deren Schulen in Brixen abgepasst haben und sie dann für sexuelle Handlungen mit zu sich nach Hause genommen haben.
Sexuelle Kontakte soll es auch in einer öffentlichen Sauna in Österreich bzw. im Auto der mutmaßlichen Täter gegeben haben, wie der ermittelnde Staatsanwalt Benno Baumgartner am 10. März auf einer Pressekonferenz, bei der die Festnahme der vier Eisacktaler bekannt gegeben worden war, mitgeteilt hatte.
Bei den Opfern handelt es sich angeblich um zehn Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund. Sie sollen den sexuellen Kontakten zugestimmt haben bzw. mittels Mundpropaganda gegenüber Gleichaltrigen von ihrem „Einkommen“ erzählt haben.
Baumgartner unterstrich auf der Pressekonferenz, dass es finanzielle Gründe gewesen seien, die die Kinder zu diesem Schritt veranlasst hätten. Für ihre Dienstleistungen sollen sie zwischen zehn und 50 Euro erhalten haben.
Von Mithäftlingen verprügelt – Spezialgefängnis
Die vier Männer – R.M aus Mareit, F.H. aus Vahrn, R.G. aus Elvas und B.Z. aus Brixen - wurden nach ihrer Verhaftung in das Bozner Gefängnis überstellt. Dort sollen sie vor einigen Tagen von Mithäftlingen angegriffen und verprügelt worden sein.
Während für drei die Schlägerei relativ glimpflich endete, musste B.Z. vom Gefängnisarzt betreut werden. Nun werden die vier mutmaßlichen Täter in ein Spezialgefängnis in der Veroneser Gegend überstellt.