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VZS: 21 Prozent Plus bei Beratungen und Informationsnachfragen
Immer mehr Menschen suchen die Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) auf. Das zeigt die Bilanz des abgelaufenen Jahres, die die VZS zum heutigen Weltverbrauchertag vorstellte.
Mit einem Plus von 21 Prozent bei den Beratungsfällen und bei den Informationsnachfragen hat die Verbraucherzentrale auch 2009 gegenüber dem Vorjahr wieder zugelegt und erstmals die 50.000er-Marke überschritten.
Diese Zunahme spiegelt sich auch in der Gesamtsumme des erzielten Streitwertes wider: Mit 956.000 Euro stieg er um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Das bedeutet, dass sich das Engagement der Verbraucherzentrale für ihre Mitglieder auch in barer Münze niederschlägt.
Den mit 22 Prozent größten Teil der Beratungsfälle macht die Beratung im Bereich der Telekommunikation aus. Auch bei den Informationsnachfragen liegt das Thema Telefon mit 25 Prozent weit vorn.
Als nächstes rangieren die Geldsorgen (15 Prozent der Beratungsfälle) bei den Mitgliedern der Verbraucherzentrale ganz vorn. Viel Ärger haben die Südtiroler offenbar auch mit Haus und Kondominium: 13 Prozent der Beratungen erfolgen in diesem Bereich. Ebenfalls 13 Prozent macht die Beratung in Versicherungsfragen aus, direkt gefolgt vom Ärger mit Handel und Konsum (elf Prozent).
Aber auch Auto, öffentliche Dienste, Strom und Gas, Handwerker und Freiberufler sowie der Ärger beim Reisen sind Themen, wegen denen sich Südtiroler Konsumenten an die VZS wenden.
Die Berater der VZS versuchen über Rechte und Pflichten aufzuklären, bei Reklamationen zu helfen, Tipps zu geben, Information zu vermitteln und Schlichtungsverfahren einzuleiten. Die Schlichtungsverfahren, von denen in der VZS fast ein Dutzend angeboten werden, nehmen immer mehr Konsumenten als gute Möglichkeit für außergerichtliche Streitbeilegung in Anspruch.
Wenn die Schlichtung nichts bringt, dann steht die VZS auch vor Gericht zur Seite. Im vergangenen Jahr gab es zwei herausragende Urteile, welche die VZS in Musterprozessen erwirkte: eine Verurteilung der Telecom Italia AG wegen Nichteinhaltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Verspätung und eine Verurteilung der Firma Congress Italia, wegen missbräuchlicher Klauseln bei Verkaufsveranstaltungen.
Der VZS-Erfolgsschlager 2009 war das „Online-Haushaltsbuch“, welches von fast 6000 Konsumenten geführt wurde und so eine Hilfe beim Auskommen mit dem Einkommen lieferte.
Der Jahresbericht 2009 mit den Details zur Tätigkeit ist auf der Internetseite www.verbraucherzentrale.it abrufbar.