Vier Stunden lang lag Andreas Pfattner am Mittwoch unter einem Schneebrett am Königsanger, bevor er von Rettungskräften gefunden und geborgen wurde.
Experten sprechen von einem „Wunder“, denn der Feldthurnser war nur leicht unterkühlt, ansonsten aber unverletzt.
In einem Interview mit der Tageszeitung „Dolomiten“ hat Andreas Pfattner, der das Brixner Krankenhaus schon verlassen konnte, über die Stunden im Schnee gesprochen.
„Am Anfang kannte ich mich nicht aus. Ich spürte überall einen enormen Druck. Das Gesicht tat weh. Ich fühlte mich in den Schnee eingepresst, überall war Schnee. Ich wusste nicht mehr, wo oben und unten war. Ich konnte nichts sehen und dachte, ich ersticke. Doch dann wurde es besser. Ich sah, dass es ober mir hell war. Ich konnte den Kopf etwas bewegen, mir Platz zum Atmen schaffen und ich konnte die Mütze, die übers Gesicht gezogen worden war, mit dem Unterkiefer als Schutz bis zum Kinn rollen“, erzählt Andreas Pfattner.
In einem ersten Moment habe er sich überlegt, von welchem seiner drei Kinder er sich als erstes verabschieden solle.
Dann habe er sich aber gesagt „Nein, das geht schon. Das schaffe ich.“ Allerdings habe er das Zeitgefühl und die Orientierung verloren.
Erst als er gerettet worden sei, habe er „eine extreme Kälte gespürt“, vor allem in den Beinen. Dann habe er „nur mehr vor Freude geweint.“
Ob er wieder Skitouren gehen werde könne er "jetzt wirklich nicht sagen. Vielleicht gehe ich wieder einmal abends auf einer Skipiste hoch, aber das weiß ich noch nicht."
Das gesamte Interview gibt es in der Freitag-Ausgabe der Tageszeitung Dolomiten.