Vinschger Zugunglück: Rutschgefahr laut neuem Gutachten unterschätzt
Schon in der Projektierungsphase der Vinschger Bahn sei die potenzielle Gefährlichkeit des Hanges in der Latschander unterschätzt worden. Das zumindest soll aus einem neuen Gutachten zum Zugunglück im Vinschgau hervorgehen.
Das Parteiengutachten soll rund 40 Seiten umfassen und sämtliche Aspekte von der Trassenführung bis zur Inbetriebnahme der Bahn beleuchten. Die Rechtsanwälte Arnaldo Loner und Carlo Bertacchi, die die Rechte des Bonifizierungskonsortiums wahrnehmen, werden die detaillierte Expertise in den nächsten Tagen hinterlegen.
Bekanntlich hören der Leitende Staatsanwalt Guido Rispoli und sein Kollege Axel Bisignano bald vier Konsortiumsmitglieder und sieben Personen, die mit der Planung, Projektierung und Wartung der Bahnstrecke beauftragt waren, an.
Zwei Gutachten zum Unglück liegen bereits vor: Eines betrifft die defekte Pumpe selbst, das andere die Beschaffenheit des Hanges.
Der Geologe, der vom Land für die neue Expertise beauftragt war, die Bodenbeschaffenheit zu prüfen, soll den Hang laut Gutachten nun als rutschgefährdet eingestuft haben.