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11. März 2010
Fotos: FF Welschnofen © 2010 Fotos: FF Welschnofen © 2010 Fotos: FF Welschnofen © 2010 Fotos: FF Welschnofen © 2010
Lokal

Welschnofen: Linienbus kracht in Wohnhaus

Einen mittelschwer Verletzten, ein Haus das einzustürzen droht und eine stundenlange Straßensperre – das waren die Folgen eines Busunglücks, das sich gestern in Welschnofen ereignet hat. Kurz nach 19 Uhr war ein voll besetzter Reisebus mit einem Linienbus zusammengeprallt.

Ihren Urlaubsantritt im Fassatal dürften sich die 40 italienischen Touristen wohl anders vorgestellt haben. Ihre Reise nahm gestern Abend in Welschnofen vorübergehend nämlich ein jähes Ende. In Richtung Karerpass fahrend war ihr Reisebus kurz vor der Ortsausfahrt gegen einen entgegenkommenden Linienbus geprallt.

Das Unglück ereignete sich kurz nach 19 Uhr auf der Höhe der letzten Häuser von Welschnofen in Richtung Karerpass. Der Lenker des SAD-Busses, der 50-jährige S. R., war nach Dienstschluss in Richtung Welschnofen unterwegs. Fahrgäste befanden sich zu dem Zeitpunkt keine mehr an Bord.

Ob der Schneefall oder ein Fahrfehler die Ursache für den folgenschweren Unfall war, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass der vom Pass kommende SAD-Bus zunächst gegen den in Richtung Pass fahrenden Reisebus geprallt ist. In der Folge krachte der Linienbus in ein derzeit unbewohntes Haus.

Während der Reisebus auf der Straße stehen blieb, wurde der Lenker des Linienbusses im Fahrzeug eingeklemmt. Erst durch den Einsatz von schwerem Gerät konnte der Verletzte – er war die gesamte Zeit über ansprechbar – befreit werden.

Nach der Erstversorgung durch den Notarzt des Roten Kreuzes wurde der Mann ins Bozner Krankenhaus gebracht. Er soll sich beide Oberschenkel gebrochen haben. Zudem soll er Verletzungen an Kopf und im Gesicht davongetragen haben.

Erschwert wurde seine Bergung durch den drohenden Einsturz des derzeit leer stehenden Wohnhauses, in das der Bus gekracht war. Die Männer der Wehren von Welschnofen und Karersee mussten zunächst das Gebäude stabilisieren, ehe sie dem Verletzten zu Hilfe eilen konnten.

In Folge des Unfalls musste die Straße auf den Karerpass für über zwei Stunden gesperrt werden. Erst gegen 22 Uhr konnte sie wieder einspurig befahren werden.

Insassen und Lenker des italienischen Reisebusses blieben Großteils unverletzt. Einzig drei Fahrgäste hatten sich Schnittwunden und leichte Prellungen zugezogen. Sie wurden von den Sanitätern des Weißen Kreuz Welschnofen erstversorgt. Zusammen mit den restlichen Urlaubern konnten sie dann die Fahrt ins Fassatal fortsetzen.

Im Einsatz stand neben den Feuerwehren, dem Weißen und dem Roten Kreuz auch der Landesstraßendienst.

Die Erhebungen zum Unfallhergang haben die Carabinieri von Welschnofen vorgenommen.

d/em




 
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