Startseite » Chronik im Überblick » Lokal

Artikel vom 09. Dezember 2009

Winterfahrplan ist in Kraft

Alle Jahre wieder wird europaweit am zweiten Wochenende im Dezember der Bahnverkehr auf den Winterfahrplan umgestellt.

Foto: D

Winterfahrplan ist in Kraft

Für Südtirols Bahnbenutzer stehen eine Reihe von Neuerungen an; die wichtigsten: Der Halbstundentakt wird nun für das gesamte Pustertal Wirklichkeit, und ab dem 13. Dezember gibt es keine direkte Zugverbindung mehr nach Rom.

Mals – Meran

Auf der Bahnstrecke zwischen Mals und Meran gilt der Stundentakt. Die ersten beiden Züge morgens bedienen alle Haltestellen.
Zusätzlich gibt es alle zwei Stunden die Schnellverbindung RE (69 Minuten), die nicht Töll Brücke, Rabland, Plaus, Staben und Tschars bedient, dafür aber Algund.

Eine Direktverbindung zwischen Mals und Bozen gibt es weiterhin nicht. Man muss also in Meran umsteigen. Laut Daten des Landes gehen neun Prozent der Anschlüsse wegen Unpünktlichkeit verloren.

Meran – Bozen

Zwischen Bozen und Meran gilt montags bis samstags von 6 Uhr bis 20 Uhr der Halbstundentakt, dann bis 22 Uhr der Stundentakt. Abends wechseln ab Bozen die Abfahrtszeiten: Künftig starten die Züge um 20.02 Uhr, 21.04 Uhr, und 22.04 Uhr (statt 20.02, 20.35 und 22.04).

An Feiertagen werden nur stündliche Verbindungen angeboten.Vilpian und Siebeneich werden abwechselnd stündlich bedient, wobei die ersten vier Züge morgens an allen Haltestellen stehen bleiben.

Bozen – Trient – Verona

Auf der Strecke Bozen – Trient – Verona gilt der Stundentakt (ab/an Bozen: .37/.22).

Der Zug Bozen –Trient-Rovereto/Ala (ab/an Bozen: .07/0.52) hält nicht in Margreid, Salurn, Lavis und Serravalle.

Ab Bozen gibt es um 5.37 Uhr eine neue Verbindung nach Verona (7.50 Uhr). Die Verbindung ab Bozen um 20.07 Uhr wurde gestrichen, weil wenig Fahrgäste den Dienst nutzen.

Ab Trient gibt es um 7.49 Uhr einen weiteren Zug nach Bozen (Ankunft 8.30 Uhr) mit Halt in Auer.

Bozen – Brenner

Zwischen Meran, Bozen und dem Brenner gilt von Montag bis Sonntag der Stundentakt. Es gibt zudem zweistündliche IR- Verbindungen, bei der alle Haltestellen bedient werden.

Eingerichtet wurde ein neuer Direktzug vom Brenner, der um 7.08 Uhr startet und um 7.45 Uhr in Franzensfeste (Anbindung nach Bruneck) sein soll. Ankunft in Bozen ist um 8.26 Uhr. Der Zug fährt nach Verona (an: 10.17) weiter.

Zudem gibt es am frühen Morgen einen neuen Zug von Bozen (ab: 5.30 Uhr) nach Franzensfeste (an: 6.15 Uhr) zum Brenner (an: 6.52 Uhr). Dort gibt es stündliche Anschlüsse nach/von Innsbruck.

Gestrichen wurde die Verbindung von Bozen (ab: 12.37 Uhr) nach Franzensfeste und die Rückfahrt um 13.37 Uhr. Zwischen 10 Uhr und 12 Uhr gibt es keine Züge. Um 11.15 Uhr fährt ein Bus ab Bozen nach Brixen.

Franzensfeste – Innichen

Auf der Pustertaler Strecke gibt es montags bis freitags von 6 Uhr bis 22 Uhr den Halbstundentakt. Samstags und feiertags gilt der Stundentakt.

Im Winterfahrplan sind drei Direktverbindungen nach Bozen vorgesehen: um (an: 7.34 Uhr, 9.02 Uhr, 20.01 Uhr).

Weitere drei Direktverbindungen ab Bozen gibt es um 6.25 Uhr, 17.08 Uhr (80 Minuten nach Bruneck) und 19 Uhr.

Es gibt zudem eine neue Verbindung zwischen Franzensfeste und Bruneck (an: 6.58 Uhr) und zwischen Bruneck und Innichen (an: 7.10 Uhr).

Trenitalia will Geld für direkte Anbindung nach Rom

Intercity-Verbindungen werden künftig nur mehr von den Österreichischen (ÖBB) und Deutschen Bundesbahnen (DB) angeboten, auf denen allerdings keine in Südtirol ausgegebenen Abos und Wertkarten gelten: einmal täglich verkehrt ein Intercity von München nach Bozen, von München nach Bologna und von München nach Mailand sowie zweimal täglich von München nach Verona, wofür eigene Fahrkarten gelöst werden müssen.

Man fühle sich italienweit wie dazumal Gallien behandelt, unterstrich Widmann: "Die Streichung der direkten Verbindung ist nicht richtig, wir haben damit aber nichts zu tun, denn sie liegt im Kompetenzbereich des Staates."

Trenitalia, erklärte Widmann weiter, habe 1,2 Millionen Euro von der Region-Trentino-Südtirol für eine Verbindung nach Rom verlangt, die außerdem länger als fünf Stunden dauere: "Wir zahlen auf keinen Fall, weil dies erstens in den Kompetenzbereich des Staates fällt und zweitens in technischer Hinsicht nicht akzeptabel ist, da eine Verbindung in viereinhalb Stunden möglich wäre."

"Für mehrere Strecken", so der Landesrat, "hat Trenitalia die Trassen reserviert, aber den Dienst nicht eingerichtet.

So wird ein Intercity Bozen mit Ancona und Bologna verbinden, aber nicht mit der jetzigen Fahrplanänderung, sondern voraussichtlich erst ab 3. April 2010."

Trenitalia, legte er dar, habe viele Schulden und ökonomische Probleme: "Entweder wir zahlen selber oder es geschieht nichts."

"Mit der SAD und allen anderen Südtiroler Konzessionären haben wir die Konzession um neun Jahre verlängert", erklärte Widmann, "die Alternative wäre eine europaweite Ausschreibung gewesen, damit wären aber tausende Arbeitsplätze bei uns in Frage gestellt gewesen."

Der Winterfahrplan ist im Internet unter www.sii.bz.it zu finden.