Seit dem Jahr 2002 sind zweisprachige Beipackzettel gesetzlich garantiert.
Allerdings hapert es mit der Ausführung noch gewaltig, merkte Landeshauptmann Luis Durnwalder am heutigen Montag nach der Sitzung der Landesregierung an. Ein erneuter Rekurs steht an.
Für über 90 Prozent der rezeptpflichtigen Medikamente gibt es mittlerweile eine deutsche Version der Beipackzettel.
Wer für deren Erstellung verantwortlich ist, ist aber nach wie vor noch nicht restlos geklärt. Bisher erhielten die Hersteller bei Verstößen Strafzettel. „Diese haben aber argumentiert, für die Beipackzettel seien sie nicht verantwortlich, sondern Großverteiler und Apotheker“, erklärte Durnwalder.
Und. „In erster und zweiter Instanz sind die Gerichte dieser Argumentation gefolgt. Eine Klage unsererseits wurde abgewiesen“, so der Landeshauptmann, der aber nicht klein beigeben will.
„Wir legen nochmals Rekurs ein. Denn unserer Meinung sind sowohl die Hersteller als auch die Verteiler für die Aushändigung der zweisprachigen Beipackzettel verantwortlich“, bekräftigte Durnwalder abschließend.