Beim österreichweiten „Aktionstag Freie Bildung für alle" am Donnerstag, zu dem die Besetzer des Audimax der Universität Wien für Donnerstag aufgerufen haben, soll es Proteste in allen großen Universitätsstädten geben.
In Wien startet das Programm bereits am Morgen mit einer Schüler-Demo vor dem Unterrichtsministerium. In der Zwischenzeit, um 10.00 Uhr, will die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) symbolisch aus seinem „bildungspolitischen Schlaf läuten".
Von 11.00 bis 16.00 Uhr finden an der Uni Wien Filmvorführungen, Workshops und „autonome, alternative Lehrveranstaltungen" statt. Ab 16.00 Uhr sammeln sich die Demonstranten - die Organisatoren erwarten neben Studenten und Schülern auch die Initiative „Kindergartenaufstand", die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖG) und protestierende Lehrende der Uni Wien („Squatting Teachers") - für den Sternmarsch.
Graz
In Graz startet der Protesttag um 12.00 Uhr am Hauptplatz mit der Aktion „Bildung geht den Bach runter", um 16.00 Uhr beginnt vor dem Hauptgebäude der Uni Graz ein Demozug Richtung Innenstadt. Unterstützt wird die Veranstaltung von der ÖH Uni Graz, dem ÖGB und Schülervertretern.
An der TU Graz findet im Anschluss im Hörsaal BE01 eine „Dancing Discussion" mit Live-Bands statt. Die Demo führt von der Uni über das Glacis zum Jakominiplatz und Hauptplatz. Vergangenen Donnerstag hatten rund 2.000 Personen an den Protesten teilgenommen.
Linz
In Linz beginnt der Aktionstag um 16.30 Uhr beim Volksgarten Linz, um 17.30 Uhr ziehen die Demonstranten in Richtung AEC Platz los, anschließend gibt es Diskussionen und Konzerte u.a. von „Texta" in der Stadtwerkstatt.
Auch in Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck werden laut den Organisatoren der Demo in Wien „viele kleine, dezentrale Aktionen" stattfinden, das genaue Programm war vorerst nicht bekannt.
sh.asus Innsbruck: "Solidaritätserklärung und Aufruf zur Beteiligung"
„Die sh.asus.innsbruck unterstützt die Anliegen der Besetzer der Sowi-Aula bzw. des 'SoWiMax' sowie der gesamt-europäischen Bewegung 'UnsereUni' bzw. 'UniBrennt'. Freie Bildung für alle, statt Ausbildung von Eliten sowie Ausfinanzierung und Re-Demokratisierung der Universität Innsbruck, und aller anderen Universitäten, sind seit Jahren auch unsere zentralen Anliegen", schreiben Arno Parmeggiani, Carmen Sulzenbacher, Markus Gröber und Martin Fritz, Mitglieder des Ausschusses der „sh.asus.innsbruck" in einer Aussendung
„Wenngleich über die optimale Art, diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, verschiedene Meinungen bestehen können, so sind wir tief beeindruckt von den so schnell aufgebauten Strukturen, der Gesprächs-, Entscheidungs- und Organisationskultur im Innsbrucker SoWiMax."
Gleichzeitig habe die „sh.asus.innbruck" Verständnis für den Unmut jener Studenten, die sich durch die Proteste gestört fühlten.
Dennoch: „Die basisdemokratischen Strukturen im SoWiMax leben von der Partizipation möglichst Vieler. Wir möchten in diesem Sinne deshalb alle Studierenden aller Meinungen dazu aufrufen, sich dort einzubringen", so die vier Ausschuss-Mitglieder.
apa/stol
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