Die Wahlbeteiligung In allen drei Städten sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zum ersten Wahlgang stark. In Bozen von 57,8 Prozent auf 40,7 Prozent, in Leifers von 64,8 Prozent auf 49,2 Prozent und in Meran von 56,4 Prozent auf 40,8 Prozent. In Leifers und Meran fanden bereits vor fünf Jahren Stichwahlen statt.Vergleicht man die Wählerbeteiligung von Sonntag mit jener der Stichwahlen aus dm Jahr 2010, lässt sich ebenfalls ein Rückgang beobachten. In Leifers ging die Beteiligung um 6,2 Prozent (2010: 55,4 Prozent) zurück und in Meran um 1,9 Prozent (2010: 42,7 Prozent). In Bozen konnte sich Luigi Spagnolli vor fünf Jahren bereits im ersten Wahlgang durchsetzen Veilchen für das Edelweiß Die größten Überraschung der Stichwahl von Sonntag ist wohl der Wahlausgang in der Kurstadt - vor allem in dieser Deutlichkeit. Hatten anfangs viele ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Paul Rösch (Grüne/ListeRösch) und Gerhard Gruber (SVP) erwartet, kristallisierte sich Rösch doch relativ schnell als Sieger hervor. Bereits nach 24 von 28 ausgezählten Sektionenen lag Rösch mit 5.686 Stimmen fast uneinholbar vor seinem Herausforderer Gruber, der zum selben Zeitpunkt nur 3.793 Stimmen auf sich vereinen konnte. Schlussendlich entschied Paul Rösch die Wahl mit 60,7 Prozent alle gültigen Stimmen für sich, und ist neuer Meraner Bürgermeister. Gruber kam auf 39,3 Prozentpunkte. Bianchi Sieger in knappem Duell Während in der Passerstadt ein prophezeites Kopf-an-Kopf-Rennen ausblieb, war die Stichwahl in Leifers an Dramatik kaum zu Überbieten. Mit nur 207 Stimmen Unterschied (3,4 Prozent) kürte sich Christian Bianchi von Uniti per Laives zum neuen Bürgermeister. Er konnte insgesamt 51,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Seine Gegnerin, die bis dahin amtierende Bürgermeisterin Liliana Di Fede vom PD, musste sich mit 48,3 Prozent Stimmenanteil knapp geschlagen geben. Im ersten Wahlgang hatte Di Fede noch mit 33,5 Prozent noch deutlich vor Christian Bianchi, der am 10. Mai nur 29,5 Prozent der Stimmen erhielt.In einer ersten Stellungnahme bezeichnete der neu gewählte Bürgermeister seinen Wahlsieg als große Genugtuung (Den ganzen Bericht lesen Sie hier)Spagnolli bleibt im Amt In der Landeshauptstadt Bozen wurde Luigi Spagnolli (PD) in seinem Amt bestätigt. 57,7 Prozent der Bozner schenkten ihm ihr Vertrauen. Sein Herausforderer Alessandro Uriz von L´Alto Adige nel cuore lag mit 42,3 Prozent doch deutlich hinter dem alten und neuen Bürgermeister von Bozen. Das Ergebnis ging wohl knapper aus, als es sich Spagnolli vermutlich erwartet hätte. Im ersten Wahlgang erreichte Spagnolli noch 41,6 Prozent, Alessandro Urzi lag nur bei 12,7 Prozent.stol/bfk