Die Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen an der Uni in Brixen, die Ausbildung von Integrationslehrern und die zweijährigen Spezialisierungskurse nach Abschluss des Uni-Studiums haben am Montag die Landesregierung beschäftigt.
Da mehrere Uni-Studenten gegen die Anwesenheitspflicht bei Vorlesungen und sogenannten Praxisstunden an der Uni in Brixen protestiert haben, soll jetzt der Dekanatsrat der Uni in dieser Frage entscheiden.
Das Land sei zwar der Auffassung, dass Kindergärtnerinnen und Lehrpersonen in der Ausbildung eine gewisse Zahl von Vorlesungen und Workshops belegen müssten, wolle aber die Entscheidung der Uni überlassen, erklärte Landeshauptmann Luis Durnwalder im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung.
Offiziell werde man sich eine Meinung bilden, wenn die Landesregierung darum ersucht werde.
Integrationslehrer
Komplizierter ist die Lage bei zwei weiteren Themen, über die Rom entscheiden muss.
Die Spezialisierung für Integrationslehrer, die kürzlich durch die staatliche Schulreform abgeschafft worden war, sollte wieder eingeführt werden, fordert Durnwalder.
Allerdings liege die Entscheidung beim Ministerium in Rom. "Wir werden dort erneut vorsprechen und hoffen, dass die neue Regierung ein Einsehen hat", so der Landeshauptmann.
Gebe es wieder keine Entscheidung, werde die Landesregierung selbst einen Beschluss fassen.
„Bisher haben wir das vermieden, weil wir nicht Dinge versprechen wollten, die wir dann nicht halten können, weil Rom sich sperrt“, erklärte der Landeshauptmann.
Zweijährige Spezialisierungskurse
Auch bei den zweijährigen Spezialisierungskursen, die nach Abschluss des Studiums in Brixen absolviert werden müssen, um in die Stammrolle kommen zu können, wartet das Land immer noch auf eine Entscheidung von Rom.
Zwar sind diese Ausbildungen vom staatlichen Gesetz vorgesehen, aber der Staat erteilt die notwendigen Autorisierungen – trotz mehrmaliger Interventionen des Landes – nicht.
"Auch hier werden wir erneut intervenieren und darauf drängen, dass die Uni Brixen die Möglichkeit bekommt, die Kurse abzuhalten", so Durnwalder.
Dies auch, um eine Ungleichbehandlung von Lehramtsstudenten in Innsbruck und Brixen aus der Welt zu schaffen.
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