Die Zahl der Grundschüler in Südtirol ist im Schuljahr 2009/10 leicht zurückgegangen. Wie aus einer aktuellen Studie des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) hervorgeht, besuchen im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr 152 Schüler weniger die Primarstufe.
Im Schuljahr 2009/10 gibt es in Südtirol 330 Grundschulen mit insgesamt 1.810 Klassen, welche von 27.557 Kindern besucht werden. 14.179 davon sind Buben, 13.378 sind Mädchen.
Das bedeutet eine Abnahme von 152 Schülern im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr. Dieser Rückgang ist auf die Abnahme der Einschreibungen von inländischen Schülern zurückzuführen.
Würde man die ausländischen Schüler nicht berücksichtigen, wäre die Schülerzahl sogar um 273 gesunken, und zwar von 25.677 inländischen Schülern im Schuljahr 2008/09 auf 25.404 im heurigen Schuljahr.
Großteil besucht deutsche Grundschulen
In Grundschulen mit deutscher Unterrichtssprache gibt es mehr Schüler als in solchen mit italienischer Unterrichtssprache: 73,2 Prozent aller Schüler besuchen eine deutsche, 21,9 Prozent eine italienische Grundschule.
Die restlichen 4,9 Prozent gehen auf eine Grundschule in einer ladinischen Ortschaft.
Repetentenquote nur leicht angestiegen
Die Repetentenquote ist mit 0,4 Repetenten je 100 eingeschriebene Grundschüler im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. 108 Schüler mussten im Schuljahr 2009/10 die Klasse wiederholen.
Ausländerquote von 7,8 Prozent
An Südtirols Grundschulen herrscht kulturelle Vielfalt. Im Schuljahr 2009/10 sind 2.153 ausländische Schüler eingeschrieben. Das entspricht einer Quote von 7,8 Ausländern je 100 eingeschriebene Grundschüler.
Die Schüler stammen zum Großteil (45,1 Prozent) aus den europäischen Nicht-EU-Ländern. Aus Asien stammen 20,0 Prozent, aus Afrika 17,3 Prozent und aus den EU-Ländern 13,3 Prozent der ausländischen Kinder.
Aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern sind die am häufigsten vertretenen Staaten Albanien (387 Schüler), Marokko (252), Pakistan (210), Mazedonien (173), Serbien und Montenegro (171).
Am höchsten ist die Ausländerquote an den Grundschulen mit italienischer Unterrichtssprache: Hier beläuft sie sich auf 18,8 je 100 eingeschriebene Grundschüler. Demgegenüber beträgt sie an den Grundschulen mit deutscher Unterrichtssprache 4,9 und an jenen in den ladinischen Ortschaften 2,7 je 100 eingeschriebene Grundschüler.
Aus dem deutschsprachigen EU-Raum (Deutschland und Österreich) kommen 130 Schüler, die fast ausschließlich deutsche Grundschulen besuchen.
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