Samstag, 04. Februar 2012
25. August 2010
Diesen Bergkristall darf der „Grand Prix der Volksmusik“-Sieger mit nach Hause nehmen. © 2010 Diesen Bergkristall darf der „Grand Prix der Volksmusik“-Sieger mit nach Hause nehmen. Diesen Bergkristall darf der „Grand Prix der Volksmusik“-Sieger mit nach Hause nehmen. © 2010 D Diesen Bergkristall darf der „Grand Prix der Volksmusik“-Sieger mit nach Hause nehmen.
Kino / TV

Alphorn statt E-Gitarre: „Grand Prix der Volksmusik“ feiert Jubiläum

„A Narrischer, a Boarischer“ statt „Satellite“, Lederhosen und Dirndl statt Lenas knappem Minikleid: Der folkloristische Grand Prix der Volksmusik hat mit dem modern-poppigen Eurovision Song Contest ungefähr soviel gemein wie ein Alphorn mit einer E-Gitarre.

Eine große Fangemeinde hat er trotzdem: Und so ist die 25. Ausgabe des populären Musikspektakels, die an diesem Samstag (20.15 Uhr) aus Wien live in den gesamten deutschsprachigen Raum übertragen wird, schon seit Wochen ausverkauft.

In Wien treten Interpreten aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Südtirol gegeneinander an.

Die Südtiroler Teilnehmer wurden Ende Mai beim Vorentscheid in Algund bestimmt. Es sind Volxrock („Was macht das Edelweiß in meiner Suppn“), die Geschwister Niederbacher („Lied für Mama“), Alex Pezzei & die Grödner Alphornbläser („A Narrischer, a Boarischer“) und die Bergdiamanten („Teures Heimatland“).

Die Grödnerin und ehemalige Grand-Prix-Gewinnerin Belsy tritt mit ihrem Herzblatt Florian Fesl für Deutschland an.

Treue Fangemeinde im deutschsprachigen Raum

Die jungen und mittelalten Musik-Fans wird es am Samstagabend höchstwahrscheinlich nicht vor den Fernseher ziehen. Aber der volkstümliche Schlager hat im deutschsprachigen Raum eine treue Fangemeinde.

Die Schunkelmusik mit den Gute-Laune-Texten ist dank ihrer älteren Anhänger – deutlich über 49 Jahren, was schon das obere Ende der sogenannten werberelevanten Zielgruppe markiert – ein Riesengeschäft.

Vom „Musikantenstadl“ über das „Das Große Quiz der Volksmusik“ bis hin zur „Volkstümlichen Hitparade“ wird fast jedes Wochenende auf mindestens einem TV-Kanal Folklore pur geboten.

Sieger wird vom TV-Publikum bestimmt

Der Sieger unter den 16 Grand-Prix-Teilnehmern wird auch am kommenden Samstag vom Fernsehpublikum bestimmt, wobei die Zuschauer für ihr eigenes Land keine Wertung abgeben dürfen.

Zudem gibt eine Fachjury bereits im Vorfeld ihre Stimme ab. Übrigens ist es den Interpreten freigestellt, ob sie live, im Halbplayback- oder gar Vollplayback-Verfahren singen wollen.

Nur eine Klausel gilt es zu beachten: „Der Auftritt von Tieren ist nicht gestattet.“

Übrigens: Südtirol ist das erfolgreichste Teilnehmerland beim Grand Prix: Bisher holten Südtiroler Interpreten 15 Gold-, Silber- und Bronze-Plätze - zuletzt konnten Vincent & Fernando im Vorjahr den begehrten Bergkristall, die Grand-Prix-Siegertrophäe, mit nach Hause nehmen.

dpa/stol




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