Donnerstag, 09. Februar 2012
09. Februar 2010
Szene aus "Piombo fuso" © 2010 Szene aus "Piombo fuso" Szene aus "Piombo fuso" © 2010 Szene aus "Piombo fuso"
Kino / TV

„Piombo Fuso“ bei Doku-Reihe „Docu.emme“

Im Rahmen der Doku-Reihe „Docu.emme – Vorführungen des zeitgenössischen Dokumentarfilms“ wird am 10. Februar im Kulturzentrum Meran um 20.30 Uhr der Film „Piombo Fuso“ (in Originalsprache mit italienischen Untertiteln) von Stefano Savona gezeigt.

Die Operation „Gegossenes Blei“ war der Deckname der israelischen Armee für ihre Militäroffensive im Gazastreifen vom 27. Dezember 2008 bis zum 18. Jänner 2009.

Vor dem 6. Jänner hatte noch kein Augenzeuge die undurchlässigen Mauern des palästinensischen Territoriums überwinden können. Aber plötzlich, fast zufällig, gelang es Regisseur Stefano Savona dank einer Panne, mit seiner Kamera in den Sektor einzudringen.

„Piombo fuso“ deckt die äußerst prekären Lebensumstände der Bewohner von Gaza in den letzten Tagen der israelischen Offensive auf. In mehrere Tableaus gegliedert, deren Titel den Drehort und den Drehtag nennen, folgt der Film einem Jugendlichen, der durch die Trümmer seines Hauses führt, einem Krankenhausangestellten, der die aufgenommenen Opfer des Konflikts zählt, oder einer Familie, die sich um ihren zwölfjährigen Sohn versammelt, der bei den Bombenangriffen ums Leben kam.

In mehreren bei Nacht gedrehten Szenen vermitteln Silhouetten im Feuerschein oder im Licht von Taschenlampen das Elend.

„Piombo fuso“ kommt ohne Kommentare aus: Die aufgezeichneten Diskussionen werden nicht immer übersetzt. Stefano Savona wird so zum schweigsamen Führer auf einer Reise zu einer Realität, die das palästinensische Volk an einem Wendepunkt ihrer Geschichte erlebt.




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